Granatapfel

Der Granatapfel kommt (im Buch) u. a. im Persephone- / Kore-Mythos vor, ist aber auch generell ein uraltes Symbol für Fruchtbarkeit, denn seine vielen Kerne sind gleichzeitig Nahrung, Genuss und Same für neue Pflanzen. Im asiatischen Raum steht er heute noch auch für die Liebe an sich.

Doch im Hochkulturgürtel vor der christlichen Zeitrechnung gibt es interessante Bezüge zum Kult des Adonis, zu den Adonysien, wie ein Fest genannt wurde, das an das Trauerfest um die brillanten Sonne erinnert, da es als ein solches geschildert wird. Der erste und oberste Gott, der dort als “Sonnengleichnis” betrauert wird, wurde im alten Syrien Hadad Rimmon genannt, ein Wort, das etymologisch von Granatapfel stammt bzw. ist Granatapfel ein Appellativ (Gattungsbezeichnung) dafür.

Aus dem Blut eines entmannten Göttlichen – (im Buch ist diesbezüglich der Mythos von Uranus und Saturn dazu erwähnt, wobei das “Entmannen” richtig gestellt wird) – entstehen nicht nur die Erynnien, sondern auch Granatapfelbäume, wie weitere, wieder sehr ähnliche Mythen berichten.

Dann gibt es die Tochter des Flussgottes Sangarius, Nana, die einen Granatapfel in ihren Schoß legte und dadurch Attys, die phrygische Variante des Adonis, empfing. (Quelle)

Dass Persephone / Kore aufgrund der genossenen Granatapfelkerne jeweils anteilig ihre Zeit in der Unterwelt und in himmlischen Gefilden verbringen musste, wird im Buch schon geschildert. Besagte Quelle zieht eine Linie zu jenem Adonis, indem sie meint, das er demjenigen entspricht, mit dem sie in der Unterwelt das “Vergnügen” hat. Der Granatapfel soll also dem Adonis der Unterwelt entsprechen.

Eine weitere Parallele gibt es zur assyrischen göttlichen Juno und ihren Gatten Adon, der dem Hadad (Rimmon) und dem Sonnengleichnis entsprach. Hier ist es Adon, der seine Zeit sowohl mit Juno, als auch mit Plutith teilt, wobei letztere der Unterwelt angehören soll. Sie ist eine der Töchter Lots, außerdem Gemahlin Plutos und gilt als die Herrscherin der Schatten.

Was verrät die (altägyptische) Isis Symbolik

Die Symbolik der altägyptischen göttlichen Isis, die mit der Hathor synkretisch verschmolz, ist vielfältig. Hauptelemente sind der Mond, auch eine Sonnenscheibe von einem Mond oder Hörnern getragen, wobei dies schon die Barke zeigt, die eines der Hauptattribute ist.
Manchmal ist sie sogar direkt mit einer Barke oder einem Boot dargestellt.
Das ist nicht verwunderlich, denn sie galt nicht nur als die Schutzherrin der Frauen und Mütter, sondern u. a. auch als die der Seefahrenden und Fischer.
Im unteren Bild sieht man die Barke der Isis in ihrer typischen Form auf dem Kopf.

Von SailkoEigenes Werk, CC BY 3.0, Link

Wenn man dies mit dem folgenden Bild vergleicht, fällt etwas auf:

Insigne Lutetiae.svg
By SsolbergjOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

Das Bild zeigt das Blason de Paris, das Wappen von Paris.

Es gibt eine Legende, dass auch der ursprüngliche Name “Paris” auf die Barke der Isis, auch “Baris” genannt, zurückgeht.
Allgemein wird gesagt, dass der keltische Stamm der Parisii dem Oppidium (Stadt, Ort) den Namen gab, doch woher diese ihn hatten ist nicht bekannt.
Jedenfalls gab es am Seineufer mindestens einen Isis-Tempel.
Eine Statue soll davon nach Rennes-le-Château gebracht worden sein.

Doch was macht die gleiche Symbolik in der Kirche im ebenso legendären Bugarach?
Wo doch alles pagane oder auch heidnisch genannte strengstens verboten war?
Nicht uninteressant ist ebenso die Farbwahl, genau die Farben der Maria Magdalena, vor allem: Ist Wasser nicht eher blau? Und das Glücks-bzw. Schicksalsrad, urprünglich aus Indien ist auch eher pagan, der Mond spricht eine ebenso deutliche Sprache.
Was soll hier angedeutet werden? ; )

Leider war die Kirche verschlossen, als wir dort waren, desh. hier eine Datei aus dem Netz./
Bildquelle: Von VassilEigenes Werk, CC0, Link