„Wunder der Lebenskraft“

Was bestimmt die Lebenskraft? Ist sie nicht etwas vollkommen Selbstverständliches?
Je mehr man über das Phänomen Lebenskraft nachdenkt, desto mehr begreift man, dass es wirklich ein Wunder ist.
Allein das Hervorbrechen von zarten, grünen Trieben im Frühjahr aus winterlich eisig erstarrten, scheinbar toten Ästen oder Erdschichten fand ich schon immer faszinierend. Welche Kräfte bestimmen über Leben, Menge und Qualität der Energie? Was genau bewirkt den Übergang in eine andere Energieart, einen anderen Seinszustand? Was manifestiert die Lebensenergie in Organismen, lässt sie wachsen und vergehen? Sicher können wir viele der bestimmenden Faktoren wissenschaftlich ermitteln, doch einige wichtige eben nicht. Manche schwächende und stärkende Einflüsse kennen wir aus eigenem Erleben.

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Die Schlange mit dem Mond zu Marias Füßen …

Weltweit gibt es viele Bezeichnungen und auch Mythen zum Thema Lebenskraft. In der Magie redet man von Od, man kennt allgemein die Metapher, dass Gott einer Lehmfigur den „Odem“ eingehaucht hat, um sie zum Leben zu erwecken. Chinesen nennen es „Qi“ („Chi“ gesprochen), Japaner „Ki“, „Prana“ ist der Begriff aus dem Sanskrit, Tibeter sagen „Lung“ zur Lebenskraft. In hiesigen Breiten gibt es seither den Begriff „Äther“, der stark mit der Lebenskraft korrespondiert, aber eher eine Art Vorstufe dazu ist. Kommt der (Spirit) „Geist“ und die „Seele“ hinzu, entsteht die Lebenskraft. Wobei das englische Wort „Spirit“ dem Phänomen näher kommt. Es ist nicht nur der eigene Geist gemeint, das, was die meisten als Wachbewusstsein wahrnehmen. Sowohl das Unterbewusstsein als auch das höhere (Seelen-)Bewusstsein, die Verbindung zu höheren „Spirits“, spielen offensichtlich eine große Rolle. Verstärken sich diese Aspekte dynamisch auf bestimmte Weise, kann sich diese Kraft immens erhöhen. Das Spannende dabei ist: Wir können es beeinflussen. Im Sanskrit wird dies als „Kundalini“ bezeichnet. Sie kann zu einem Erleuchtungszustand führen, besonders wenn sie mit spiritueller Intention wachsen bzw. „erwachen“ durfte.

Symbolisch sieht man die Kundalini im Menschen als zusammen gerollte Schlange am unteren Ende der Wirbelsäule, die sich erwachend nach oben bis über den Kopf bäumt.

Schlangenquelle in Karlovy Vary
Schlangenquelle in Karlovy-Vary

Wir kennen die altägyptischen Darstellungen mit der Schlange über dem Haupt. Manche haben sogar zwei Schlangen (siehe hier). Ursprünglich schlängelten sich um den magischen Asklepiosstab, auch Caduceus genannt, zwei Schlangen. Heute wird er oft nur noch mit einer dargestellt. Der Asklepiosstab ist ebenso ein wichtiges Attribut des Hermes alias Merkur.  Dieser soll mit Hilfe des Caduceus tiefen bis ewigen Schlaf herbeigeführt haben. Eine andere Legende besagt, dass er den Streit zweier Schlangen (Merkur/Hermes gilt selbst als Hermaphrodit und Bote zwischen Ober-und Unterwelt) mit dem Caduceus geschlichtet haben soll. Auch soll er die Verwandlung von mit dem Stab berührter Dinge in Gold beherrscht haben, womit sich klar der alchemistische Aspekt zeigt. Merkur hatte, einer alten Legende nach, den ungeborenen Asklepios aus dem sterbenden Mutterleib gerettet und ihn in die (Heils-)Lehre zum weisen Cheiron gebracht. Cheiron wiederum war ein Sohn des weisen Chronos alias Saturn. Wir sind also wieder mitten in den Signaturensphären und mit Saturn schließen sich weitere Kreise, einerseits zur Manifestation von Energie in Materie andererseits zur Schlange – seinem Krafttier.

In fast allen alten, vor allem in uramerikanischen und asiatischen Kulturen bis zum alten Ägypten, hatte die Schlange große mystische, teils bannende (hypnotische), weise und heilende Kräfte. Als Ouroborus, die sich in den eigenen Schwanz beißende Schlange, steht sie für den Kreislauf Geburt-Tod-Wiedergeburt. Sie symbolisiert das göttliche GANZE und wurde in früheren Kulturen – in Amerika und Asien bis heute – verehrt. Ausgrabungen mit Schlangenfiguren und Schlangreliefs aus allen Hochkulturen, auch in Griechenland, bestätigen dies.

Die am goldenen Hirtenstab aufsteigende Schlange symbolisiert die Verbindung, den Aufstieg

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Merkur-Signatur, Asklepiosstab, Gemälde-Ausschnitt
aus Irdischem bzw. tieferen Gefilden, Unbewusstem oder Materie- gebundenem, zum spirituell Göttlichen (Heiligen Geist – symbolisiert durch die Flügel), also die Bewusstwerdung bis hin zur Erleuchtung. In der Alchemie gilt der merkurische Ein-Fluss als bestimmend für die Art, wie sich Energie manifestiert. Wegen ihrer Häutung- wurde die Schlange schon immer als Symbol der Verjüngung verehrt. Aus ihrem Gift wurde schon früh Medizin hergestellt. Sie gilt als weibliches Symbol, ist eng verbunden mit der „Urmutter“ und Erde und zeigt dem Menschen den Weg (Wurzelchakra > Kopf > Richtung „Himmel“) auf.
Die Transformation wird beispielsweise auch durch jene Episode symbolisiert (Quelle: Bibel 2. Mose – Kapitel 7, Koran 20. und 26. Sure), in der Mose und Aaron dem herausfordernden, ungläubigen Pharao die Kraft Gottes beweisen, indem sie durch dessen Kraft aus einem gewöhnlichen Hirten-Stab (Mose war Hirte) eine aufrecht stehende, lebendige Schlange werden lassen. Diese verschlingt nicht nur alle anderen (schwarzmagisch entstandenen) Schlangen, sondern wird für weitere Wunder wie das Teilen des Meeres und belehrende Plagen genutzt.
Allgemein symbolisiert der Stab auch die Achse (Weltachse, Lebensbaum, Wirbelsäule). Die Metamorphose zur Schlange symbolisiert in dieser Geschichte des Mose deutlich die Bewusstwerdung, das Wunder, mit schöpferischer, göttlicher Kraft.

Der alttestamentliche Text Numeri (4. Mose) 21,4-9 »Der Herr antwortete Mose: Mach dir eine Schlange und häng sie an einer Fahnenstange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht.« fordert zum Hinsehen, zur Bewusstwerdung auf.

Hinsehen lohnt sich also. Wunder der Lebenskraft / Der Film
Besonders auch wenn es sich um den Film „Wunder der Lebenskraft“ handelt. Denn dieser zeigt die Phänomene der bewusst geweckten bzw. verstärkten Lebenskraft, die zum Anstieg der Energie, Vitalität, Salutogenese und zu fantastischen Heilprozessen führen kann.
Der Filmemacher, Stephan Petrowitsch, hat dazu Protagonisten weltweit gesucht und gefilmt, die in der Lage sind, diese Phänomene schnell und stark zu forcieren. Sehr interessant ist es, Betroffene zu sehen und zu hören, die ob der immens verstärkten Lebenskraft zu höherer Lebensqualität gelangten und teilweise von schwersten Krankheiten, wie Krebs, wieder genasen.
Deutlich wird dabei, dass ein ganzheitlicher Prozess stattfindet. Nicht nur die initiatorische (marsische) Feuer-Energie, die sichtbar den Körper erwärmt und erschüttert, spielt hier eine große Rolle. Seele (Mond-, Venussignatur) und los gelöster Geist /Spirit (Merkur) finden durch die transformatorische Wirkung gewisse Erlösung.
Einige der Protagonisten deuten an, so z. B. Armin Mattich, welch immense spirituelle Kräfte am Wirken sind: Gott, Erzengel Michael (Signatur Sonne, „Erleuchtung“), Erzengel Gabriel (Signatur Mond, Geist, Seele) und Erzengel Raphael (Signatur Merkur, Heilung, Transformation) … oder Fratel Cosimo: Gott, Jungfrau Maria (Signaturen werden im obigen Foto des Brunnens in Karloy Vary bzw. in der Statue sehr schön symbolisch dargestellt). Wobei der Grundtenor generell darin liegt, dass es die höhere Kraft ist, die durch den Menschen wirkt …
Hier geht es zur Webseite, wo man den Film auch kaufen kann …