„Wunder der Lebenskraft“

Was bestimmt die Lebenskraft? Ist sie nicht etwas vollkommen Selbstverständliches?
Je mehr man über das Phänomen Lebenskraft nachdenkt, desto mehr begreift man, dass es wirklich ein Wunder ist.
Allein das Hervorbrechen von zarten, grünen Trieben im Frühjahr aus winterlich eisig erstarrten, scheinbar toten Ästen oder Erdschichten fand ich schon immer faszinierend. Welche Kräfte bestimmen über Leben, Menge und Qualität der Energie? Was genau bewirkt den Übergang in eine andere Energieart, einen anderen Seinszustand? Was manifestiert die Lebensenergie in Organismen, lässt sie wachsen und vergehen? Sicher können wir viele der bestimmenden Faktoren wissenschaftlich ermitteln, doch einige wichtige eben nicht. Manche schwächende und stärkende Einflüsse kennen wir aus eigenem Erleben.

Brunnen-Maria-Schlange-Mond-Karlovy-Vary
Die Schlange mit dem Mond zu Marias Füßen …

Weltweit gibt es viele Bezeichnungen und auch Mythen zum Thema Lebenskraft. In der Magie redet man von Od, man kennt allgemein die Metapher, dass Gott einer Lehmfigur den „Odem“ eingehaucht hat, um sie zum Leben zu erwecken. Chinesen nennen es „Qi“ („Chi“ gesprochen), Japaner „Ki“, „Prana“ ist der Begriff aus dem Sanskrit, Tibeter sagen „Lung“ zur Lebenskraft. In hiesigen Breiten gibt es seither den Begriff „Äther“, der stark mit der Lebenskraft korrespondiert, aber eher eine Art Vorstufe dazu ist. Kommt der (Spirit) „Geist“ und die „Seele“ hinzu, entsteht die Lebenskraft. Wobei das englische Wort „Spirit“ dem Phänomen näher kommt. Es ist nicht nur der eigene Geist gemeint, das, was die meisten als Wachbewusstsein wahrnehmen. Sowohl das Unterbewusstsein als auch das höhere (Seelen-)Bewusstsein, die Verbindung zu höheren „Spirits“, spielen offensichtlich eine große Rolle. Verstärken sich diese Aspekte dynamisch auf bestimmte Weise, kann sich diese Kraft immens erhöhen. Das Spannende dabei ist: Wir können es beeinflussen. Im Sanskrit wird dies als „Kundalini“ bezeichnet. Sie kann zu einem Erleuchtungszustand führen, besonders wenn sie mit spiritueller Intention wachsen bzw. „erwachen“ durfte.

Symbolisch sieht man die Kundalini im Menschen als zusammen gerollte Schlange am unteren Ende der Wirbelsäule, die sich erwachend nach oben bis über den Kopf bäumt.

Schlangenquelle in Karlovy Vary
Schlangenquelle in Karlovy-Vary

Wir kennen die altägyptischen Darstellungen mit der Schlange über dem Haupt. Manche haben sogar zwei Schlangen (siehe hier). Ursprünglich schlängelten sich um den magischen Asklepiosstab, auch Caduceus genannt, zwei Schlangen. Heute wird er oft nur noch mit einer dargestellt. Der Asklepiosstab ist ebenso ein wichtiges Attribut des Hermes alias Merkur.  Dieser soll mit Hilfe des Caduceus tiefen bis ewigen Schlaf herbeigeführt haben. Eine andere Legende besagt, dass er den Streit zweier Schlangen (Merkur/Hermes gilt selbst als Hermaphrodit und Bote zwischen Ober-und Unterwelt) mit dem Caduceus geschlichtet haben soll. Auch soll er die Verwandlung von mit dem Stab berührter Dinge in Gold beherrscht haben, womit sich klar der alchemistische Aspekt zeigt. Merkur hatte, einer alten Legende nach, den ungeborenen Asklepios aus dem sterbenden Mutterleib gerettet und ihn in die (Heils-)Lehre zum weisen Cheiron gebracht. Cheiron wiederum war ein Sohn des weisen Chronos alias Saturn. Wir sind also wieder mitten in den Signaturensphären und mit Saturn schließen sich weitere Kreise, einerseits zur Manifestation von Energie in Materie andererseits zur Schlange – seinem Krafttier.

In fast allen alten, vor allem in uramerikanischen und asiatischen Kulturen bis zum alten Ägypten, hatte die Schlange große mystische, teils bannende (hypnotische), weise und heilende Kräfte. Als Ouroborus, die sich in den eigenen Schwanz beißende Schlange, steht sie für den Kreislauf Geburt-Tod-Wiedergeburt. Sie symbolisiert das göttliche GANZE und wurde in früheren Kulturen – in Amerika und Asien bis heute – verehrt. Ausgrabungen mit Schlangenfiguren und Schlangreliefs aus allen Hochkulturen, auch in Griechenland, bestätigen dies.

Die am goldenen Hirtenstab aufsteigende Schlange symbolisiert die Verbindung, den Aufstieg

merkur gemaelde-ausschnitt
Merkur-Signatur, Asklepiosstab, Gemälde-Ausschnitt
aus Irdischem bzw. tieferen Gefilden, Unbewusstem oder Materie- gebundenem, zum spirituell Göttlichen (Heiligen Geist – symbolisiert durch die Flügel), also die Bewusstwerdung bis hin zur Erleuchtung. In der Alchemie gilt der merkurische Ein-Fluss als bestimmend für die Art, wie sich Energie manifestiert. Wegen ihrer Häutung- wurde die Schlange schon immer als Symbol der Verjüngung verehrt. Aus ihrem Gift wurde schon früh Medizin hergestellt. Sie gilt als weibliches Symbol, ist eng verbunden mit der „Urmutter“ und Erde und zeigt dem Menschen den Weg (Wurzelchakra > Kopf > Richtung „Himmel“) auf.
Die Transformation wird beispielsweise auch durch jene Episode symbolisiert (Quelle: Bibel 2. Mose – Kapitel 7, Koran 20. und 26. Sure), in der Mose und Aaron dem herausfordernden, ungläubigen Pharao die Kraft Gottes beweisen, indem sie durch dessen Kraft aus einem gewöhnlichen Hirten-Stab (Mose war Hirte) eine aufrecht stehende, lebendige Schlange werden lassen. Diese verschlingt nicht nur alle anderen (schwarzmagisch entstandenen) Schlangen, sondern wird für weitere Wunder wie das Teilen des Meeres und belehrende Plagen genutzt.
Allgemein symbolisiert der Stab auch die Achse (Weltachse, Lebensbaum, Wirbelsäule). Die Metamorphose zur Schlange symbolisiert in dieser Geschichte des Mose deutlich die Bewusstwerdung, das Wunder, mit schöpferischer, göttlicher Kraft.

Der alttestamentliche Text Numeri (4. Mose) 21,4-9 »Der Herr antwortete Mose: Mach dir eine Schlange und häng sie an einer Fahnenstange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht.« fordert zum Hinsehen, zur Bewusstwerdung auf.

Hinsehen lohnt sich also. Wunder der Lebenskraft / Der Film
Besonders auch wenn es sich um den Film „Wunder der Lebenskraft“ handelt. Denn dieser zeigt die Phänomene der bewusst geweckten bzw. verstärkten Lebenskraft, die zum Anstieg der Energie, Vitalität, Salutogenese und zu fantastischen Heilprozessen führen kann.
Der Filmemacher, Stephan Petrowitsch, hat dazu Protagonisten weltweit gesucht und gefilmt, die in der Lage sind, diese Phänomene schnell und stark zu forcieren. Sehr interessant ist es, Betroffene zu sehen und zu hören, die ob der immens verstärkten Lebenskraft zu höherer Lebensqualität gelangten und teilweise von schwersten Krankheiten, wie Krebs, wieder genasen.
Deutlich wird dabei, dass ein ganzheitlicher Prozess stattfindet. Nicht nur die initiatorische (marsische) Feuer-Energie, die sichtbar den Körper erwärmt und erschüttert, spielt hier eine große Rolle. Seele (Mond-, Venussignatur) und los gelöster Geist /Spirit (Merkur) finden durch die transformatorische Wirkung gewisse Erlösung.
Einige der Protagonisten deuten an, so z. B. Armin Mattich, welch immense spirituelle Kräfte am Wirken sind: Gott, Erzengel Michael (Signatur Sonne, „Erleuchtung“), Erzengel Gabriel (Signatur Mond, Geist, Seele) und Erzengel Raphael (Signatur Merkur, Heilung, Transformation) … oder Fratel Cosimo: Gott, Jungfrau Maria (Signaturen werden im obigen Foto des Brunnens in Karloy Vary bzw. in der Statue sehr schön symbolisch dargestellt). Wobei der Grundtenor generell darin liegt, dass es die höhere Kraft ist, die durch den Menschen wirkt …
Hier geht es zur Webseite, wo man den Film auch kaufen kann …

Geheimnisvolle Überraschungen im Prager Loreto

Monstranz-Jungfrau-12-Sterne-Mond

Es war ein kalter grauer Oktobertag, dessen Laune sich zu allem Überfluss auch noch in dichtem Nieselregen erging. Also das richtige Wetter für einen Spaziergang – jedenfalls auf dem Hradschin in Prag. Denn dort ist dann die richtige mystische Atmosphäre, die einem einen Schauer nach dem anderen den Rücken entlang jagt.
Da es wegen einem lokalen Event sehr voll und eng war, bogen wir in Seitengassen ab. So gelangten wir zum Loreto.

Das Loreto, benannt nach einem italienischen Wallfahrtsort, beherbergt die Kirche „Christi Geburt“, die (wie im italienischen Loretto erbaute) Loretokapelle und das Konventsgebäude des Kapuzinerklosters, wie ich später nachlas.

Es ist inzwischen auch in Prag einer der wichtigsten Wallfahrtsorte und unbedingt einen Besuch wert.
Als erstes betritt man nach dem Kaufen der Eintrittskarten die klösterlichen Arkaden mit vielen schönen und interessanten Gemälden, Statuen und Nischen mit Altären. Wir überquerten den Innenhof und gingen in die Loretokapelle, welche mit einer völlig fremdartigen Anmutung überraschte. Schon äußerlich hebt sie sich von den anderen Bauten ab, da sie eher wie ein griechischer kleiner Tempel wirkt.

Innen war – für mich – die Überraschung noch größer, denn zu der seltsamen mythischen Anmutung, die einen unmittelbar nach Betreten des kleinen Raumes ergreift, kam der Name Lobkowitz bzw. Lobkowicz über dem Altar hinzu.

Loretokapelle Prag, Lobkowicz Altar
Loretokapelle Prag innen*

Dieser Name hatte für mich während der Arbeit an meinem Buch große Bedeutung erlangt, da ich über die Präsenz der Polyxena von Lobkowicz u. a. zum großen Einfluss dieser bedeutenden und mutigen Frau und zu den Geheimnissen um die kleine heilige Statue des Jesuskindleins – einem weiteren, sehr bedeutenden Wallfahrtsort in Prag – … kam (in meinem Buch ist ein Kapitel darüber). (Über den Besuch des Lobkowicz-Palastes auf dem Hradschin bei einem anderen Besuch Prags berichte ich kurz hier.)

Die heilige Kapelle ist der Nachbau des „heiligen Hauses“ – wie ich später las – jenes Hauses, in dem die Verkündigung Jesu‘ Geburt durch den Erzengel Gabriel für Maria statt fand.
Als Stifterin der Loretokapelle wird Benigna Catherine von Lobkowicz genannt, wie ich später las, was wohl den Namen am Altar der Kapelle erklärt. Erstaunlich, dass gleich zwei Frauen aus dieser Adelsfamilie zwei der bedeutendsten Wallfahrtsorte Prags (und darüber hinaus) stifteten.

Doch das sollte nicht die einzige Überraschung sein.

In der Loretokirche, die ebenfalls eine andersartige, Ehrfurcht einflößende, elegische Atmosphäre erzeugt, fielen mir schon einige Details auf, die den restriktiven Auffassungen der früheren römisch katholischen Kirche eigentlich nicht ganz genehm gewesen sein dürften. Aber wie schon öfter, hatten die Künstler es verstanden, bestimmte Botschaften geschickt in den Gemälden und plastischen Kunstwerken unterzubringen.
Als wir dann nochmals die Arkaden entlang gingen, um zur Ausstellung zu gelangen, fiel mein Blick auf den zweiten Brunnen im Innenhof. Die weibliche Statue mit dem Strahlenkranz erzeugte natürlich gleich Aufmerksamkeit, ich zählte nach, tatsächlich waren es 12 Sterne. Das erinnerte sofort an die Prophezeiung, die mit meinem Buch so stark verbunden schien. Nun ja, konnte auch Zufall sein, zumal der Mond und Drache fehlte.

Die dann besichtigte Schatzkammer des Loreto war sehr beeindruckend, doch als ich den wertvollsten Schatz sah, dachte ich zu träumen. Hier war die mit 12 Sternen bekränzte Jungfrau, die auf dem Mond stand und der Drache eindeutig zu sehen! Der Drache ist erst bei genauerem Hinschauen zu entdecken, er schlängelt sich unten um den Fuß, sein Kopf liegt mit dem Scheitel auf dem Boden, sein Maul ist geöffnet, die Zunge heraushängend. Offensichtlich soll er einen besiegten Eindruck erwecken, während die von ihm einst bedrohte, geflüchtete Jungfrau (wie es in der Prophezeiung – Off. Joh. 12 – steht) nun doch triumphierend über ihm steht.

Und das ist ein – wie ich später las – weltberühmtes Artefakt, eine Monstranz mit 6222 (!) Diamanten besetzt, das auch die „Prager Sonne“ genannt wird. Dies war der Zeitpunkt, an dem ich beschloss, die Fotografiererlaubnis zu kaufen. Und es war so ein Moment, wo man das Gefühl hat, bei einem Drehbuch mit zu spielen, das schon längst geschrieben wurde.
Eine bessere Allegorie zum Sieg des (spirituellen) Lichtes und nebenbei zum fulminanten Ende meines Buches im Sonnenportal kann man sich kaum vorstellen. Diese ist jedoch aus dem 17. Jh.

Alles in allem schienen die Auftraggeber dieser Kunstwerke über ein besonderes Wissen und über die Intention zu verfügen, dieses auch anzuwenden – wie gut.


* Fotos: Mit freundlicher Genehmigung durch LORETO PRAGUE, Order of Friars Minor Capuchins, herzlichen Dank an Kuratorin Mgr. Markéta Baštová.

Fontaine des Amours – lebendiges Symbol für „Ursprung der Liebe“

Ein Zeichen? „Fontaine des Amours“ oder eine mysteriöse Bestätigung zur Wahl meines Buchtitels.

Kurz vor Veröffentlichung des Buches suchte ich nach einem passenden Titel. Dass die sieben Portale darin vorkommen müssen war als Einziges klar. Doch wie fasst man den immensen Reichtum an Themen zusammen, den das Buch enthält?
Außerdem passt es irgendwie in keine Schublade oder Sparte. Ist es doch Thriller, Sachbuch, Roman, Sammlung von Geschichten, Mythen und Märchen, gewissermaßen auch eine Hilfe zur Selbsterkenntnis, Transformation, Suche, Selbstheilung …
Als alles Grübeln nichts half, kam die Erkenntnis mit einem Mal: Es ist eine Reise zur Quelle, zum Ursprung der Liebe.
Denn wie vieles in der mehrjährigen Entstehungsgeschichte voller Forschungen und Erfahrungen, hatte sich dieses Thema verselbständigt, wurde zu einem gemeinsamen Nenner, einem führenden Licht durch die 7 Portale in 7 Facetten, Farben, Temperaturen, Frequenzen … am Ende des Tunnels …
Fast hätte ich es „Sieben Portale zur Quelle der Liebe“ genannt, doch das schien mir sprachlich bzw. mental etwas zu unklar.

Und da es mich während des Recherchierens und Schreibens immer wieder zu Maria Magdalena, heiligen und berühmten Frauen sowie deren Beziehungen aller Couleur führte und durch das Sonnenportal irgendwie auch zu Jesus, also Inkarnationen göttlicher Liebe, Menschen, die Liebe von Herzen verström(t)en und damit „Berge versetzten“, schien es noch einmal passender.

Eine der wichtigen Erkenntnisse durch diese Arbeit erscheint im Venusportal:

„Liebe und Kunst rettet die Welt.“ „Fontaine des Amours – lebendiges Symbol für „Ursprung der Liebe““ weiterlesen

Seltene Signaturen Harmonie von Meghan Markle und Prinz Harry

Obwohl ich ansonsten eher wenig an Boulevardgeschichten interessiert bin, schaute ich in die Übertragung der „Hochzeit des Jahres“ von Meghan Markle und Prinz Harry hinein. U. a. schon deshalb, weil ich im Laufe der Recherche zu den Signaturen prominenter Personen und Paare so einiges Interessantes herausfand. Prinz Harry fällt zudem wegen der rötlichen Pigmentierung in eine besonders interessante Linie. Immerhin kann so eine Verbindung auch historische Werte generieren …, besonders wenn das humanitäre Erbe Lady Dianas durch beide wundervoller Weise weiter geführt wird …
Und natürlich haben wir alle die schöne Erinnerung an die Märchen von Prinzessinnen und Prinzen respektive Helden aus Kindheitstagen in uns … Und lassen uns gern mal wenigstens kurzzeitig verzaubern, statt Greuelnachrichten über den Screen flimmern zu sehen.

So geschah es denn auch. Wunderschöne, historische Kulisse, garniert mit geschmackvollen Blumenarrangements, gute Worte und Musik (sogar Gospel) und natürlich die glücklichen Protagonisten des wahrhaft jovischen Schauspiels. Selten hat man eine königliche Hochzeit mit so viel Herzlichkeit in den Augen des glücklichen Paares gesehen. Die ganze Zeremonie schien mit Wärme, Souveränität und Liebe gesegnet zu sein. Nun war ich gespannt.

Meghan Markle und Prinz Harry, Meghan-Markle-Geburtsherrscher
Meghan-Markle-Geburtsherrscher / Entnommen der CD-ROM „Redshift 5“, © 2004 United Soft Media Verlag GmbH, München, mit deren freundlicher Genehmigung*

Und richtig: Es ist noch seltener, dass so viel Harmonie schon von Geburt an von „höherer Stelle“ (als den jeweils thronenden Vorfahren) vorbestimmt ist. Denn beide haben tatsächlich den gleichen Geburtsherrscher. Und zwar nicht irgendeinen. Es ist die Venus!

Noch dazu befindet sich zu Prinz Harrys Geburtstag die Sonne genau an jenem Punkt, an dem (sein Sternzeichen) die  Jungfrau den Löwen (Meghans Sternzeichen) berührt. Zusammen werden sie strahlen …

Meghan Markle und Prinz Harry, Prinz_Harry_Geburtsherrscher
Prinz Harry Geburtsherrscher / Entnommen der CD-ROM „Redshift 5“, © 2004 United Soft Media Verlag GmbH, München, mit deren freundlicher Genehmigung*

Wer könnte geeigneter sein als die Venus, die Gebieterin der Liebe, Schönheit (innerere und äußerer) und Kunst, des Ajnas (des 3. Auges) Mutter der Harmonia … eine glückliche Ära in der englischen royalen Familie und sicher weit darüber hinaus zu schaffen!

Die Protagonisten dieses, man möchte sagen, himmlisch begünstigten Schicksals sind sich außerdem glücklicherweise ihrer Signatur zumindest (unter)bewusst. Während Meghan Markle dies nicht nur regelrecht verkörpert und lebt, schon lange Künstlerin (Schauspiel und Kalligrafie) ist, Prinz Harry immerhin seinen Abschluss in Kunst (und Geografie) machte, kann man spüren, dass eine innere Herzlichkeit beide erfüllt. Ihre Hilfsprojekte zeigen deutlich, dass dies auch wirklich Früchte trägt …

Genau das ist es, was Venus von uns will. Nicht nur Ästhetik, Schönheit, Liebe und Kunst an sich, sondern dies alles in bewusster und vor allem beseelter Form … Adel des Herzens …

 

* Mit freundlicher Genehmigung der United Soft Media Verlag GmbH, vielen Dank.

Seltener Siebenstern auf Templerkreuz

siebenstern-templerkreuz Rennes les Bains

Da man relativ selten auf einen Siebenstern trifft, ist es besonders interessant, Siebenstern Templerkreuz Rennes les Bainseinen solchen, noch dazu an einem mystischen Ort und auf einem Templerkreuz, zu finden!
Diesen hier kann man auf dem Friedhof von Rennes-les-Bains bewundern.
Wer jetzt noch meint, es wäre nicht sicher, dass Templer bzw. keltische Nachfahren mit alchemistischem Background hier wohnten, schaue sich dies in Ruhe an und denke nach

; )
Zu denken gibt außerdem, dass sich kein Name auf dem Gedenkstein finden ließ, nicht mal ein stark verwitterter. Also für wen wurde dieses Kunstwerk aufgestellt?

Die geradezu kunstvolle Patina, wie sie nur die Natur über viele Jahrzehnte schafft, lässt vermuten, dass das Kreuz schon eine ganz Weile dort stehen muss. Stand es schon zu Boudets Zeiten? Hat er es gar aufstellen lassen?

Zum alchemistischen Siebenstern siehe auch hier.

Das Lamm und der Halbmond oder fulminante Allegorie fürs Sonnenportal

lamm_halbmond-nachbildung

Da ich während der Arbeit am Manuskript u. a. auf die heilige Polyxenia aufmerksam gemacht wurde, wollte ich natürlich mehr dazu wissen.
Meine Recherchen ergaben, dass sie zu ihrer Zeit die einflussreichste Frau im Königreich Böhmen und weit darüber hinaus war (Böhmen hatte damals großen Einfluss in Europa). Sie zeichnete sich durch einzigartige Courage, nicht nur während des „Prager Fenstersturzes“ aus, während dessen sie sich, einige in Nachbarräumen versteckte Freunde schützend, den hereinstürmenden Angreifern entgegen stellte und ihnen somit das Leben rettete.
Ihr Engagement für weniger Bemittelte, für Bildung und spirituelle Entwicklung war in diesen Zeiten alles andere als selbstverständlich, vor allem für eine Frau.
Das wertvollste Artefakt Prags gelangte durch ihre Schenkung an die Unbeschuhten Karmeliter für die Maria-Victoria-Kirche und schuf im Laufe der Zeit einen Wallfahrtsort, zu dem noch immer viele Menschen kommen. Dazu mehr in einem anderen Artikel.

Polyxenia von Pernstejn hatte nach dem Tod ihres ersten Mannes den böhmischen Kanzler, Zdenek Vojtec Lobkovic geheiratet, in dem sie glücklicherweise eine offenbar gleichgesinnte Seele gefunden hatte. Dort fand auch genannte Geschichte statt. Man kann in Prag den Palast Lobkovic auf dem Hradschin besuchen, der viele schöne Kunstobjekte beherbergt. Ein Audioführer vermittelt dazu interessante, historische Informationen und Anekdoten.
Unter diesen wertvollen Unikaten fiel mir besonders eine Monstranz auf (nachgebildete Grafik): lamm_halbmond-nachbildung Ein goldenes Lamm trägt auf seinem Rücken einen schalenförmigen Halbmond- eigentlich mehr ein Viertelmond. Die relativ kleine Skulptur in der Mitte der Monstranz wird von einer dazu vergleichsweise geradezu gigantisch wirkenden barocken Monstranz umrahmt.

Bemerkenswert finde ich nicht nur die Größenverhältnisse, wodurch die Kostbarkeit und Symbolik der inneren Skulptur betont wird, sondern die Symbolik selbst- vor allem die Kombination.
Als ich es nun nach einiger Zeit  wieder sah, fiel mir auf, wie sehr diese allegorische Darstellung inhaltlich zum Finale meines Buches (die erstaunliche Entwicklung im Sonnenportal  …) passt.

Geheimnisvolle Ornamente

kirche-symbole-rennes-le-chateau

Interessant, dass das geheimnisvolle Ornament, kirche rennes-le-chateau, ornament, seckseckdas den Sockel der Marienstatue ziert, (siehe auch hier) auch im Inneren der Gralskirche immer wieder in Varianten erscheint:

Mal wirkt es wie eine geometrische DNS-Form, dann wieder – wie beim Sockel – als (schamanisch- magische?) dreifache Acht … jedenfalls sind in diesem Ornament Sechsecke präsent. Zur Zahl 6 habe ich im Buch schon einiges geschrieben. Dazu kommt, dass sie als Hexagon im Sinne „göttliche Schöpferkraft“ nicht nur 2×3 und die Blume bzw. den Samen des Lebens (göttliche Dreiheit) enthält, sondern eine Art vollkommenes Fraktal der Fläche und des Raumes (Bienenwaben) baut. Denn es ist die vollkommene Art, diese ohne Zwischenraum stabil zu füllen (flächenmäßig spricht man auch von Parkettierung).

In meinem Buch gibt es einiges zur Zahlenmystik und interessante Fakten zu bestimmten Zahlen und ihren Entsprechungen sowie Zusammenhängen zum Leben zu lesen, so auch zur 3, 6 und 9 speziell. Nun habe ich ein sehr interessantes Video entdeckt, das gut dazu passt (nur für die, die sich nicht über Wissen sammeln echauffieren) Zur 3 | 6 und 9- tolles Video-(Link)

Die Blüten am Rand des Ornamentenbandes hier haben auch wieder 8 Blätter/Strahlen und führen so die Zahlensymbolik des Eingangs fort.
Natürlich darf die königliche Lilie, Fleur-de-Lys, nicht fehlen, die an diesem Ort sicher auf die Herkunftslinie des Königshauses David hinweist. Allgemein ist sie als französische Lilie bekannt, die für das französische Königshaus an sich steht, doch ursprünglich kommt sie vom Daividischen Königshaus und wurde später von anderen vereinnahmt, die diese Abstammung nicht hatten.

Versteckt in den Ornamenten kann man immer wieder Symbole entdecken. Recht aufschlussreich auch hier:ornamente symbole kirche in rennes-le-chateau
unten sieht man einen zwölfstrahligen Stern, der ein Hinweis auf die 12 Apostel um Jesus sein könnte.
Darüber wieder unverkennbar die königliche Lilie, Fleur-de-Lys, die für Jesus selbst stehen könnte, da er vom Königshaus David abstammt.
Und weiter oben sieht man das Monogramm St. M., Sainte-Marie-Madeleine, das natürlich für die heilige Maria Magdalena steht.
Alle drei Symbole werden wieder von einer DNS-Form ornamentale umschlungen.

In dieser Wandmalerei der Kirche sieht man unten kirche-symbole-rennes-le-chateau(der Bereich befindet sich über der Holztäfelung) das Sacré-Cœur, frz. für heiliges Herz, das hier in einem achtrahligen (venusischen bzw. weiblichen) Stern eingefasst ist, was eher auf Madeleines Herz hindeutet. Aus diesem Herz fließen in blutroter Farbe Adern in stilisierte Blätter, die wie Eichenblätter wirken. Man kann vermuten, dass diese Kombination auf eine Art Stammbaum hinweist. Zumal es sich um paarige Blattanordnungen handelt, die jeweils von einer Fleur-de-Lys gekrönt sind.

Darüber befindet sich im nächsten Ornamentzentrum ein Templerkreuz. Diesmal ist die ornamentale Umschlingung eher zackiger, marsisch, also kämpferisch. Die Templer hatten ja auch einiges zu verteidigen (im besten Fall).

Arbeitete Nikola Tesla insgeheim mit der Elemente-Lehre uralter vedischerWeisheit?

Wenn ein serbisches Genie auf einen indischen Guru trifft

… vor allem, wenn es sich dabei um ein solches Universalgenie wie Nikola Tesla handelte, der in Amerika in Gesprächen mit dem indischen Weisheitslehrer Swami Vivekananda erstaunt feststellte, dass dieser mit der Schilderung uralter Weisheiten aus den Veden (Vedanta) jene Phänomene beschrieb, die Nikolas Tesla bereits jahrelang erforschte und relativ erfolglos versuchte, den damaligen Mitmenschen, vor allem potentiellen Sponsoren, plausibel zu machen. Sie konnten oder wollten es einfach nicht verstehen, bis auf wenige Ausnahmen.

Doch bei jener denkwürdigen Begegnung müssen alle Lampen bei Tesla aufgeleuchtet haben, nicht nur jene drahtlosen (Vakuum-)Leuchtbirnen und Röhren, die er lange vor der „Erfindung“ der, allerdings kabelgebundenen, Leuchtstoffröhren zur Beleuchtung in seinem Labor selbst hergestellt hatte.
Swami Vivekananda illustrierte verbal Teslas Ideen von einer freien Energie, auch Raumenergie oder kosmische Energie genannt, nur mit anderen Vokabeln.

In den Veden wird diese Energie Äther oder Nullpunkt-Energie genannt, teilweise auch mit Akasha beschrieben. Das gleiche Phänomen wird im nördlicheren asiatischen Raum Prana oder Chi genannt. Diese Energie des Lebens chlechthin spielt dort eine ausschlaggebende Rolle in allen Bereichen, wie der traditionellen chinesischen Medizin, vor allem in der Meridianlehre sowie auch beim Feng Shui. Allerdings ist Feng Shui wiederum die „Tochter“ der vedischen „Mutter“ Vastu, der Energiestromlehre im Raum aus dem alten Sanskrit Indiens.

Es ist das fünfte Element, das die Alchemisten mit Quintessenz (von lateinisch quinta essentia‚ fünftes Seiendes‚ das Wesentliche, das Hauptsächliche, das Wichtigste) in ihrer Elemente-Lehre bezeichneten, die freilich auch von älteren Weisheitslehren, u. a. der altarabischen und ägyptischen Astrologie stammte. Ebenso ist auch in diese einiges aus den Veden eingeflossen bzw. haben sie sich im Laufe der Zeit gegenseitig beeinflusst.

Im Buch ist ab und zu die freie Raumenergie erwähnt, vor allem im Merkurportal und zu den 7 weisen Rishis gibt es auch Interessantes.
Jedenfalls haben sie, wie auch Nikolas Tesla, die Welt verändert und es ist interessant, das zwischen ihnen eine Verbindung besteht.
Ohne Teslas Erfindungen im Bereich Elektrik (Wechselstrom), Energie und Informationsübertragung (Funk, Radio, Stromleitung) würden wir vielleicht heute noch nicht an strombetriebenen Computern sitzen, die wahlweise mit LAN oder W-LAN Informationen durch die ganze Welt senden und empfangen. Und wenn es nach ihm gegangen wäre, müssten wir nicht einmal für den Strom bezahlen, denn er hatte die Vision – was bei Teslas begnadetem Geist so gut wie Realität bedeutete – dass man sauberen Strom kostenlos in alle Teile der Erde senden könnte, in einem Ausmaß, das für alle mehr als ausreichte.

Inspiriert und sich bestätigt sowie bestärkt fühlend von den Unterhaltungen mit Vivekananda, baute Tesla auf eigene Kosten an einem Auto, das mit einem sauberen Antrieb funktionierte, und zwar nicht wie die heute nach ihm benannten Elektroautos, sondern mit eben jener faszinierenden Raumenergie, dem Äther …

Zur 1931 stattfindenden Probefahrt hatte er seinen Neffen, Petar Savo, nach Amerika, Buffalo, eingeladen, mit dem er eine Woche lang tatsächlich mittels freiem Energieantrieb in der Gegend herum fuhr. Dies belegen später aufgefunde Briefe, außerdem hatte der ebenfalls von Tesla zur Präsentation seines Autos eingeladene Direktor des Deutschen Erfinderhauses in Hamburg, Heinrich Jebens, in seinen Akten notiert, dass er mit Tesla in dessen Auto eine Spazierfahrt unternommen hatte. Außerdem habe er unter der Haube nachgesehen und festgestellt, dass kein Benzinmotor eingebaut war, statt dessen gänzlich anders aussehende Konstruktionen.

Die Leistung des Autos, einer seinerzeit sehr beliebten Luxusmarke, Pierce Arrow, entsprach der damaligen mit Benzinmotoren betriebenen Autos. Auf folgenden Fotos ist ein Auto dieser Marke zu sehen.

teslas Automarke
Von David Berry from Rohnert Park CA, USA – 1930 Pierce Arrow B Roadster, CC BY 2.0, Link
myth. Symbol Pierca Arrow
By Fletcher6Own work, CC BY-SA 3.0, Link

Man beachte das mythisch anmutende Markenzeichen über dem fulminanten Kühlergrill des Pierce Arrow, ein wahrhaft passendes Gefährt für eine solche außerordentliche Fahrt, die leider auch außerhalb jedweder Serienproduktion blieb, da Tesla keine Geldgeber fand.

Pierce Arrow, Teslas Automarke
Von David Berry from Rohnert Park CA, USA – 1930 Pierce Arrow B Roadster, CC BY 2.0, Link

Aufgrund schlechter Erfahrung mit aus Dummheit und Neid höhnenden Kollegen und chronischer Beschränktheit incl. Dollar-Tunnelsicht diverser potentieller Investoren behielt er diese Erfindung für sich und meinte, dass die Zeit noch nicht reif wäre dafür.

Hoffen wir, dass der stattfindende Paradigmenwechsel endlich die Straße dafür frei gibt!
Die moderne Quantenphysik gibt Tesla ohnehin immer mehr Recht.

„Wenn du die Geheimnisse des Universums finden willst,
dann denke in Form von Energie, Frequenz und Schwingung.“

Nikola Tesla

Die rechte und wahre Arznei und welche Elementargeister uns beeinflussen

Da die Signaturenlehre natürlich u. a. dazu dient, die passende Heilmethode und das passende Mittel respektive „Medizin“ zu finden, habe ich zur allgemeinen Einleitung einen interessanten Text gefunden und in die heutige Ausdrucksweise gesetzt, möglichst ohne die Eigentümlichkeit des Originals allzu sehr zu „entzaubern“. Er erklärt auch, warum die Signaturenlehre – hier gweissermaßen als hermetisches Gesetz „wie oben so unten“ erläutert, so wichtig ist.
Passend zu Helloween gibt es eine Aufführung der den Elementen zugehörigen Geister.

Aus der »Basilica chymica, oder Alchym. Königl. Kleynod«
von Oswald Croll

zum Thema: Die rechte und wahre Arznei

»[…] Der Medicus aber soll aus dem Licht der Galaxie (?) und Natur geboren werden/von einem innerlichen und unsichtbaren Menschen/ einem innerlichen Engel / und Licht der Natur/ welche wie ein rechter und wahrer Doktor den Menschen unterrichtet. Gleich wie der heilige Geist die Apostel mit feurigen Zungen begabt. Sie wird aber durch die Übung bestätigt und an das Licht gebracht und beruht nicht auf Menschlichem/ sondern allein in Gottes Unterrichtung und der Natur .- Dann sie ist nicht auf Menschengedicht gegründet, sondern auf die Natur/ welche Gott den Geschöpfen und sonderlich den vollkommenen Metallen mit seinem heiligen Finger eingedruckt : Und ist demnach Gott der Allmächtige selbst ihr rechtes und wahres Fundament.

Derowegen die rechte und wahre Arznei anders nichts/ als eine erschaffene und leibliche Barmherzigkeit, nicht die akademischen Bücher/ sondern in unsichtbarer Barmherzigkeit Gottes und dessen Geschenk ist. Diese natürliche Arznei wird in der Medizin genannt: Die Medizin von Herzigkeit / die dem armen notleidenden sterblichen Mensch, von Gott dem Himmlischen Vater gegeben/ damit der Kranke die große Barmherzigkeit und Hilfe gegen ihn augenscheinlich sehend vernehme/ und Gott in seinen Wunderwerken preist.

Diese wahre Medizin und Kern der Natur aber beruht in dem Vitalischen Schwefel/ als in dem Schatz der ganzen Natur/ und wird in dem Balsam der Vegetabilien/ Mineralien und Animalien oder Tieren fundiert/ welchem wir die Geschäfte in der Natur zuschreiben: Dann allein durch die selbige Kraft alle eure und eines jeden Schwachheiten können vollendet werden/ wann sie nämlich … in gebührlicher Weise präpariert/von allem Unrat gereinigt und der geschwächten Menschlichen Natur von einem frommen und gelehrten Medico recht angewendet wird. Dieser Medizin Fundament und Grund ist/wie viel die kleine Welt/das ist/der Mensch mit der großen und äußerlichen Übereinstimmung / wie wir durch die Astronomia vnd Philosophia welche die beide Globen, nämlich den oberen und untersten erklären/genugsam werden unterwiesen.

Dann was in dem Menschen unsichtbar verborgen liegt/ das wird in der sichtbaren Anatomia ganzen Universums offenbart: Dieweil die kleine Natur der kleinen Welt unsichtbar und unbegreiflich ist: Und wird demnach in der sichtbaren und begreiflichen Anatomie, der großen als dem Vater oder Gebärer alles offenbart. Die Eltern des Menschen sind Himmel und Erden / aus welchen der Mensch zum allerletzten erschaffen: Und wer diese Eltern kennt und anatomiert/ der hat die wahre Wissenschaft des Sohns / nämlich des Menschen / als der aller vollkommensten Kreatur in allen seinen Proprietäten oder Eigenschaften erlangt / dieweil in ihm/ als dem centro alle Dinge des ganzen oder allgemeinen Wesens gleichsam zusammen fließen. Und diese Anatomia in seiner Natur ist die Natur des ganzen Universums.
Die äußerliche Welt ist die Figur des Menschen, der Mensch aber ist die verborgene Welt/ in der alle sichtbaren Dinge verborgen/ unsichtbar sind/ und wenn solche sichtbar werden/ so sind es Krankheiten und keine Gesundheit/ zumal es die kleine und nicht große Welt ist.
Und dieses ist die wahre Erkenntnis/ das nämlich der Mensch mikrokosmisch sichtbar und unsichtbar oder magice werde erkannt.
[…] Demnach präfigurieren und stellen alle äußerlichen natürlichen /göttlichen Elemente den ganzen Menschen/ aus denen er erkennen wird die kleine Welt.
und in den vier Elementen ist eine Anatomia, ein Wesen/ eine Materia und außer der Form kein Unterscheid.
Also sind in der Natur allerdings das Feuer/ Luft und irdische Wasser: wiederum das Wasser und himmlische Erden: In gleichem das irdische/ feuermäßige und luftige Wasser – und endlich das luftmäßige Feuer. Das luftmäßige Wasser und luftmäßige Erde: Also auch vier Geschlechter des Mercuri und vier Geschlechter der Metalle/ viererlei Schnee / viererlei Amethyst und Perlen oder Edelgestein/ und also eines jeden Vier: Eines in dem Firmament oder himmlischen Element; das andere in der Luft. Ein jedes Element verrichtet seine Gewalt und Geschäft in allen vier Elementen.

Dann nach des Theophrasti (Paracelsus, Anm. Autor) Zeugnis ist Gott in seinen in seinen unsichtbaren Geschöpfen viel wunderbarer/ als in den sichtbaren / als der in allen vier Elementen das Vakuum oder die Leere zu vermeiden/ lebendige und andere Kreaturen ohne Leben erschaffen (verstehe ohne verständlich Leben ) nämlich die viererlei Inwohner der Elementen/von den nach Gottes Ebenbild erschaffenen Menschen/an Verstand/ Weisheit und Künsten / Geschäften und Wohnungen unterscheiden. In den Wassern die Nymphen/ Undinen, Melosinen und derselbigen Monstra oder Bastarten, Syrenen/die in den Wassern schwimmen. In der Erden die Gnomi, Lemures, oder Poltergeister/ Sylphes/ Montani und Zonneti – deren Monstra sind die Pygmäi oder Bergmännli (Zwerge, Anm. Autor) In der Luft die Umbratiles, Syluestres, Satyri, deren Monstra sind die Gangantes oder Riesen. In dem Feuer oder Firmament die VuIcanales, Pennates, Salamandrä, Superi, deren Monstra die Zundel.
Der Flagaru zugeschweigen/ deren Anzahl Theophrasti in viel tausenderlei Geschlecht als incorporische Seelen der großen Welt erstreckt

Gleicher Gestalt ist auch die Medizin-, viererlei /als zum Exempel des makrokosmischen Feuer, Luft, Wasser und erdmäßige Herz/dem Herzen des Menschen als der kleinen Welt in allem ähnlich : Sintemal in dem Menschen alles von des selbigen einzigen Wirkung herkommt/ welches auch von allen andern Gliedern des Leibes zu verstehen (ist). Dann es müssen die Glieder der kleinen Welt/ als des Sohns allezeit mit den viererlei Gliedmaßen der großen/als des Gebärers überein kommen: Und also wird sichs befinden / dass eine jede Krankheit und Medizin einerlei Physiognomie, Chiromantie und Anatomie sei.
Welcher diesen Verstand nicht hat, soll und kann billig für keinen approbierten Medicus gehalten werden.
Sintemal die himmlische Astronomie gleichsam der unteren Vater (es sind wohl die Ausbilder der Ärzte gemeint, Anm. Autor) und Lehrmeister ist/ unter welchen ein jedes sein besonderes Firmament/ seine sonderbare Sonne/ Mond/ Sterne und Planeten hat /jedoch also dass bei der Astronomie der obersten Dinge / bei der Chymologie aber der untersten Gelegenheit (bietet, das Gesuchte, Anm. Autor) zu finden.

Wer aus dieser schwarzen Philosophie, aus der Erleuchtung Gottes, den MENTEM erlangt/ und die Eigenschaften der Körper in dem oberen Globo wahrgenommen durch kunstreiche Analogie den Astris und Körpern des unteren Globi (Mensch, Anm. Autor) recht können accomodieren/ die werden selbst bekennen/ dass ihnen gar nicht vonnöten, der Philosophie halber nach Indien oder Amerka zu schiffen […], sondern alle Fragen in Kürze klären können.

[…] auch zukünftige unsichtbare Astra oder Gestirne der übrigen Elemente und deren Gesetz der Bewegungen sind erkennbar in dem oberen Globus

[…] und also ist der unsichtbare (innere, Anm. Autor) Mensch nicht nur alle Gestirne / sondern auch mit den Geist der Welt einerlei, gleich wie das Weiße im Schnee.«

Es wird weiterhin dargelegt, dass der Mensch mit seinem inneren Universum / Globo/ mit seinem Geist ebenso Einfluss hat auf das obere Universum. Also er ist nicht »beherrscht« von den äußeren Kräften und Bewegungen, sondern muss sich mit Beobachtung, Empathie, Erkenntnis und Weisheit mental damit in Übereinstimmung bringen bzw. eine individuelle Harmonie schaffen.
Es ist die Rede vom inneren Werkmeister, der dies bewirkt und in allem Existierendem vorhanden ist.

Quelle: Basilica chymica, oder Alchym. Königl. Kleynod – Oswald Croll, https://play.google.com/store/books/details/Oswald_Croll_Basilica_chymica?id=HTdBAAAAcAAJ) DRM-frei Link

Alchemie-Tractat Auszug von Oswald Croll als PDF

Granatapfel

Der Granatapfel kommt (im Buch) u. a. im Persephone- / Kore-Mythos vor, ist aber auch generell ein uraltes Symbol für Fruchtbarkeit, denn seine vielen Kerne sind gleichzeitig Nahrung, Genuss und Same für neue Pflanzen. Im asiatischen Raum steht er heute noch auch für die Liebe an sich.

Doch im Hochkulturgürtel vor der christlichen Zeitrechnung gibt es interessante Bezüge zum Kult des Adonis, zu den Adonysien, wie ein Fest genannt wurde, das an das Trauerfest um die brillanten Sonne erinnert, da es als ein solches geschildert wird. Der erste und oberste Gott, der dort als „Sonnengleichnis“ betrauert wird, wurde im alten Syrien Hadad Rimmon genannt, ein Wort, das etymologisch von Granatapfel stammt bzw. ist Granatapfel ein Appellativ (Gattungsbezeichnung) dafür.

Aus dem Blut eines entmannten Göttlichen – (im Buch ist diesbezüglich der Mythos von Uranus und Saturn dazu erwähnt, wobei das „Entmannen“ richtig gestellt wird) – entstehen nicht nur die Erynnien, sondern auch Granatapfelbäume, wie weitere, wieder sehr ähnliche Mythen berichten.

Dann gibt es die Tochter des Flussgottes Sangarius, Nana, die einen Granatapfel in ihren Schoß legte und dadurch Attys, die phrygische Variante des Adonis, empfing. (Quelle)

Dass Persephone / Kore aufgrund der genossenen Granatapfelkerne jeweils anteilig ihre Zeit in der Unterwelt und in himmlischen Gefilden verbringen musste, wird im Buch schon geschildert. Besagte Quelle zieht eine Linie zu jenem Adonis, indem sie meint, das er demjenigen entspricht, mit dem sie in der Unterwelt das „Vergnügen“ hat. Der Granatapfel soll also dem Adonis der Unterwelt entsprechen.

Eine weitere Parallele gibt es zur assyrischen göttlichen Juno und ihren Gatten Adon, der dem Hadad (Rimmon) und dem Sonnengleichnis entsprach. Hier ist es Adon, der seine Zeit sowohl mit Juno, als auch mit Plutith teilt, wobei letztere der Unterwelt angehören soll. Sie ist eine der Töchter Lots, außerdem Gemahlin Plutos und gilt als die Herrscherin der Schatten.