Ein wirkliches Sakrileg!

Mit Gänsehaut im Hirn betraten wir,  jedenfalls ich, am ersten Tag in Rennes-le-Château die berühmte Kirche der Maria Magdalena.

Inspirierender Eingang in die Gralskirche

Gralskirche in Rennes-le-Chateau

Wie die gelben Vordachverzierungen am Eingang andeuten, ist die Renovierung der Gralskirche recht farbenfroh ausgefallen. Ist die manchmal  orientalisch, indisch wirkende Anmutung ein Zufall?

Interessant ist dazu noch, dass es auf jeder Seite der Schenkel des Dreiecks genau 8 achteckige Sterne Sterne sind. Ist doch der 8strahlige Stern Attribut der Venus/ Isis …, die 8 eine heilige Zahl speziell des Orients, der Manifestation von Göttlichem auf Erden …, weshalb einige sakrale Bauten 8eckig sind, was sich in Europa noch bei manchem Taufbecken findet. (Auch der größte Tempel Europas ist achteckig, darüber später  in einem anderen Beitrag mehr.)

gralskirche-eingang-Rennes-le-Chateau

Auch die gelben Schindeln sind 8 und halten sozusagen das Sacré-Cœur (frz. heiliges Herz, wird sowohl für Jesus‘, als auch Marias‘ Herz verwendet).

In alten Schriften finden sich 8 Stufen bis zum Thron Gottes, dessen Raum die 9. ist. Hat sich der Priester, Bérenger Saunière, davon inspirieren lassen?

Über die Inschriften ist ja schon oft geschrieben worden. Die zuerst ins Auge fallende: „DOMUS MEA DOMUS | TERRIBILIS EST | ORATIONIS VOCABITUR“  ist eine Kombination aus zwei Zitaten der biblischen Schriften: „et dicit eis scriptum est domus mea domus orationis vocabitur vos autem fecistis eam speluncam latronum“ stammt aus dem Evangelium nach Matthäus (Kap. 21, Vers 13) und bedeutet so viel wie: „Mein Haus soll ein Bethaus sein, ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht.“ Der letztere Teil deutet schon an, was der Priester vermutlich mit dem mittleren Teil seines steinernen Zitats „TERRIBILIS EST (LOCUS ISTE)“sagen wollte. Den Teil, „LOCUS ISTE“, sieht man auf den ersten Blick allerdings nicht – (so auch auf dem unten stehenden Foto) . Denn die Übersetzung bedeutet: Dieser Ort ist voller Schrecken. Oder: Dieser Ort ist erschütternd. Was meiner Meinung mehr zutrifft.

Aber das, was uns dann beim Eintreten überraschte, hatte der Priester sicher nicht im Sinn, wenn auch angedeutet.

asmodeus-gekoepft

Welche Halunken haben die Statue des Asmodeus geköpft? Zwar ist die Figur nicht unumstritten, aber sie ist ein Kunstwerk, bei dem sich der Pfarrer ganz sicher etwas gedacht hat, im besten Fall die Bewachung der Geheimnisse und Schätze …

Doch das ist bei Weitem nicht das Schlimmste. Denn sie haben vor der Figur der heiligen Madeleine nicht einmal Halt gemacht. Auch das Relief am Altar der Gralskirche wurde beschädigt, was wirklich ein Sakrileg ist!

Da es ziemlich dunkel in der Kirche ist, fällt es am Anfang gar nicht auf. Erst als ich den Altar fotografierte, bemerkte ich den Frevel. Man kann es kaum glauben …

Dem Andenken an Maria Magdalena kann dies jedoch keinen Abbruch tun! Denn dies ist nicht aus Stein …