Tiefe Mystik wenn man es am wenigsten erwartet

Südfrankreich, speziell das Languedoc, ist längst für eine gewisse Magie, Spiritualität und Mystik bekannt. Spezielle Orte sind sogar inzwischen weltberühmt in dieser Hinsicht, allen voran Rennes le Chateau, wenn man vom weiter nördlich liegenden, noch berühmteren Lourdes absieht.

Die Küste Südfrankreichs, die Côte d’Azur, erzeugt eher Assoziationen  zu Urlaub in mondänen Badeorten als „Treff der Schönen und Reichen“ …

Ein Besuch in Nizza war daher eher von ähnlichen Erwartungen geprägt. Wobei die Jugendstilarchitektur und diverse sehr gut ausgestattete Museen auch das kunstinteressierte Herz erfreuen dürften. So war es auch. Selten kann man in einem vergleichsweise kleinen Urlaubsort  so viel Kunst und historisches Kunsthandwerk besichtigen.

Erstaunt stellten wir ebenso fest, dass es sehr viele Kirchen und Kapellen dort gibt. Man hat das Gefühl, hinter jeder dritten Abbiegung befindet sich ein faszinierend errichteter sakraler Bau. Auch die Innenausstattung ist teilweise sehr interessant. Es wimmelt geradezu von mystischen Symbolen, speziell Gralssymbolik, Anspielungen bis direkte Hinweise  auf Maria Magdalena, überall das „flammende Herz“ Jesu, Freimaurersymbolik  …

Bereits bei der Ankunft in Nizza war eine besondere Energie spürbar, die ich anfangs jedoch auf die „Urlaubserwartung“ schob.  Die Basilika „Notre-Dame de Nice“ sollte mich eines Besseren belehren. Beeindruckend ist nicht nur die imposante Architektur, die an Notre-Dame in Paris und Chartres erinnert.

Auch die schönen Kunstwerke, also die Gemälde, brillierenden Glasfenster und bildhauerischen Werke im Innenraum sind sehr sehenswert. In einer der Kapellen überfiel mich jedoch urplötzlich und völlig unerwartet eine solche spirituelle (Marien?) Präsenz, dass ich eine ganze Weile um Fassung ringen musste.

Es war unerklärbar.  Vielleicht war es gerade die Unbefangenheit …, dass man nichts erwartet hatte …, die das ermöglichte.

Später las ich, dass Nizza auch die „Bucht der Engel“ genannt wird.

Wie passend fand ich das nun.

Offensichtlich war es auch in vergangenen Zeiten schon ein spiritueller Ort besonderer Güte. Denn es gibt Überreste eines großen gallo-römischen Tempels, in dem man den sieben Signaturen bzw. den zugeordneten Gottheiten huldigte.  Das Musee Archeologique de Nice-Cimiez präsentiert typische Artefakte dazu, die durch ihre Kunstfertigkeit beeindrucken. Immerhin wurden sie bereits um das Jahr 0  gefertigt. Interessant ist dazu auch eine Übersichtstafel der damals populären, göttlichen Wesenheiten von Mars bis Jupiter … (Leider verbietet das Urheberrecht die Veröffentlichung von Fotos hier)

Geheimnisvolle Überraschungen im Prager Loreto

Monstranz-Jungfrau-12-Sterne-Mond

Es war ein kalter grauer Oktobertag, dessen Laune sich zu allem Überfluss auch noch in dichtem Nieselregen erging. Also das richtige Wetter für einen Spaziergang – jedenfalls auf dem Hradschin in Prag. Denn dort ist dann die richtige mystische Atmosphäre, die einem einen Schauer nach dem anderen den Rücken entlang jagt.
Da es wegen einem lokalen Event sehr voll und eng war, bogen wir in Seitengassen ab. So gelangten wir zum Loreto.

Das Loreto, benannt nach einem italienischen Wallfahrtsort, beherbergt die Kirche „Christi Geburt“, die (wie im italienischen Loretto erbaute) Loretokapelle und das Konventsgebäude des Kapuzinerklosters, wie ich später nachlas.

Es ist inzwischen auch in Prag einer der wichtigsten Wallfahrtsorte und unbedingt einen Besuch wert.
Als erstes betritt man nach dem Kaufen der Eintrittskarten die klösterlichen Arkaden mit vielen schönen und interessanten Gemälden, Statuen und Nischen mit Altären. Wir überquerten den Innenhof und gingen in die Loretokapelle, welche mit einer völlig fremdartigen Anmutung überraschte. Schon äußerlich hebt sie sich von den anderen Bauten ab, da sie eher wie ein griechischer kleiner Tempel wirkt.

Innen war – für mich – die Überraschung noch größer, denn zu der seltsamen mythischen Anmutung, die einen unmittelbar nach Betreten des kleinen Raumes ergreift, kam der Name Lobkowitz bzw. Lobkowicz über dem Altar hinzu.

Loretokapelle Prag, Lobkowicz Altar
Loretokapelle Prag innen*

Dieser Name hatte für mich während der Arbeit an meinem Buch große Bedeutung erlangt, da ich über die Präsenz der Polyxena von Lobkowicz u. a. zum großen Einfluss dieser bedeutenden und mutigen Frau und zu den Geheimnissen um die kleine heilige Statue des Jesuskindleins – einem weiteren, sehr bedeutenden Wallfahrtsort in Prag – … kam (in meinem Buch ist ein Kapitel darüber). (Über den Besuch des Lobkowicz-Palastes auf dem Hradschin bei einem anderen Besuch Prags berichte ich kurz hier.)

Die heilige Kapelle ist der Nachbau des „heiligen Hauses“ – wie ich später las – jenes Hauses, in dem die Verkündigung Jesu‘ Geburt durch den Erzengel Gabriel für Maria statt fand.
Als Stifterin der Loretokapelle wird Benigna Catherine von Lobkowicz genannt, wie ich später las, was wohl den Namen am Altar der Kapelle erklärt. Erstaunlich, dass gleich zwei Frauen aus dieser Adelsfamilie zwei der bedeutendsten Wallfahrtsorte Prags (und darüber hinaus) stifteten.

Doch das sollte nicht die einzige Überraschung sein.

In der Loretokirche, die ebenfalls eine andersartige, Ehrfurcht einflößende, elegische Atmosphäre erzeugt, fielen mir schon einige Details auf, die den restriktiven Auffassungen der früheren römisch katholischen Kirche eigentlich nicht ganz genehm gewesen sein dürften. Aber wie schon öfter, hatten die Künstler es verstanden, bestimmte Botschaften geschickt in den Gemälden und plastischen Kunstwerken unterzubringen.
Als wir dann nochmals die Arkaden entlang gingen, um zur Ausstellung zu gelangen, fiel mein Blick auf den zweiten Brunnen im Innenhof. Die weibliche Statue mit dem Strahlenkranz erzeugte natürlich gleich Aufmerksamkeit, ich zählte nach, tatsächlich waren es 12 Sterne. Das erinnerte sofort an die Prophezeiung, die mit meinem Buch so stark verbunden schien. Nun ja, konnte auch Zufall sein, zumal der Mond und Drache fehlte.

Die dann besichtigte Schatzkammer des Loreto war sehr beeindruckend, doch als ich den wertvollsten Schatz sah, dachte ich zu träumen. Hier war die mit 12 Sternen bekränzte Jungfrau, die auf dem Mond stand und der Drache eindeutig zu sehen! Der Drache ist erst bei genauerem Hinschauen zu entdecken, er schlängelt sich unten um den Fuß, sein Kopf liegt mit dem Scheitel auf dem Boden, sein Maul ist geöffnet, die Zunge heraushängend. Offensichtlich soll er einen besiegten Eindruck erwecken, während die von ihm einst bedrohte, geflüchtete Jungfrau (wie es in der Prophezeiung – Off. Joh. 12 – steht) nun doch triumphierend über ihm steht.

Und das ist ein – wie ich später las – weltberühmtes Artefakt, eine Monstranz mit 6222 (!) Diamanten besetzt, das auch die „Prager Sonne“ genannt wird. Dies war der Zeitpunkt, an dem ich beschloss, die Fotografiererlaubnis zu kaufen. Und es war so ein Moment, wo man das Gefühl hat, bei einem Drehbuch mit zu spielen, das schon längst geschrieben wurde.
Eine bessere Allegorie zum Sieg des (spirituellen) Lichtes und nebenbei zum fulminanten Ende meines Buches im Sonnenportal kann man sich kaum vorstellen. Diese ist jedoch aus dem 17. Jh.

Alles in allem schienen die Auftraggeber dieser Kunstwerke über ein besonderes Wissen und über die Intention zu verfügen, dieses auch anzuwenden – wie gut.


* Fotos: Mit freundlicher Genehmigung durch LORETO PRAGUE, Order of Friars Minor Capuchins, herzlichen Dank an Kuratorin Mgr. Markéta Baštová.

Fontaine des Amours – lebendiges Symbol für „Ursprung der Liebe“

Ein Zeichen? „Fontaine des Amours“ oder eine mysteriöse Bestätigung zur Wahl meines Buchtitels.

Kurz vor Veröffentlichung des Buches suchte ich nach einem passenden Titel. Dass die sieben Portale darin vorkommen müssen war als Einziges klar. Doch wie fasst man den immensen Reichtum an Themen zusammen, den das Buch enthält?
Außerdem passt es irgendwie in keine Schublade oder Sparte. Ist es doch Thriller, Sachbuch, Roman, Sammlung von Geschichten, Mythen und Märchen, gewissermaßen auch eine Hilfe zur Selbsterkenntnis, Transformation, Suche, Selbstheilung …
Als alles Grübeln nichts half, kam die Erkenntnis mit einem Mal: Es ist eine Reise zur Quelle, zum Ursprung der Liebe.
Denn wie vieles in der mehrjährigen Entstehungsgeschichte voller Forschungen und Erfahrungen, hatte sich dieses Thema verselbständigt, wurde zu einem gemeinsamen Nenner, einem führenden Licht durch die 7 Portale in 7 Facetten, Farben, Temperaturen, Frequenzen … am Ende des Tunnels …
Fast hätte ich es „Sieben Portale zur Quelle der Liebe“ genannt, doch das schien mir sprachlich bzw. mental etwas zu unklar.

Und da es mich während des Recherchierens und Schreibens immer wieder zu Maria Magdalena, heiligen und berühmten Frauen sowie deren Beziehungen aller Couleur führte und durch das Sonnenportal irgendwie auch zu Jesus, also Inkarnationen göttlicher Liebe, Menschen, die Liebe von Herzen verström(t)en und damit „Berge versetzten“, schien es noch einmal passender.

Eine der wichtigen Erkenntnisse durch diese Arbeit erscheint im Venusportal:

„Liebe und Kunst rettet die Welt.“ „Fontaine des Amours – lebendiges Symbol für „Ursprung der Liebe““ weiterlesen

Das Lamm und der Halbmond oder fulminante Allegorie fürs Sonnenportal

lamm_halbmond-nachbildung

Da ich während der Arbeit am Manuskript u. a. auf die heilige Polyxenia aufmerksam gemacht wurde, wollte ich natürlich mehr dazu wissen.
Meine Recherchen ergaben, dass sie zu ihrer Zeit die einflussreichste Frau im Königreich Böhmen und weit darüber hinaus war (Böhmen hatte damals großen Einfluss in Europa). Sie zeichnete sich durch einzigartige Courage, nicht nur während des „Prager Fenstersturzes“ aus, während dessen sie sich, einige in Nachbarräumen versteckte Freunde schützend, den hereinstürmenden Angreifern entgegen stellte und ihnen somit das Leben rettete.
Ihr Engagement für weniger Bemittelte, für Bildung und spirituelle Entwicklung war in diesen Zeiten alles andere als selbstverständlich, vor allem für eine Frau.
Das wertvollste Artefakt Prags gelangte durch ihre Schenkung an die Unbeschuhten Karmeliter für die Maria-Victoria-Kirche und schuf im Laufe der Zeit einen Wallfahrtsort, zu dem noch immer viele Menschen kommen. Dazu mehr in einem anderen Artikel.

Polyxenia von Pernstejn hatte nach dem Tod ihres ersten Mannes den böhmischen Kanzler, Zdenek Vojtec Lobkovic geheiratet, in dem sie glücklicherweise eine offenbar gleichgesinnte Seele gefunden hatte. Dort fand auch genannte Geschichte statt. Man kann in Prag den Palast Lobkovic auf dem Hradschin besuchen, der viele schöne Kunstobjekte beherbergt. Ein Audioführer vermittelt dazu interessante, historische Informationen und Anekdoten.
Unter diesen wertvollen Unikaten fiel mir besonders eine Monstranz auf (nachgebildete Grafik): lamm_halbmond-nachbildung Ein goldenes Lamm trägt auf seinem Rücken einen schalenförmigen Halbmond- eigentlich mehr ein Viertelmond. Die relativ kleine Skulptur in der Mitte der Monstranz wird von einer dazu vergleichsweise geradezu gigantisch wirkenden barocken Monstranz umrahmt.

Bemerkenswert finde ich nicht nur die Größenverhältnisse, wodurch die Kostbarkeit und Symbolik der inneren Skulptur betont wird, sondern die Symbolik selbst- vor allem die Kombination.
Als ich es nun nach einiger Zeit  wieder sah, fiel mir auf, wie sehr diese allegorische Darstellung inhaltlich zum Finale meines Buches (die erstaunliche Entwicklung im Sonnenportal  …) passt.

Auf den Spuren des Grals

Gralskelch, Weintrauben .. in der Kathedrale in Chartres

Unsere Reise verlief entlang der Mondlinie (siehe Templer-Siebenstern in Frankreich) über Chartres nach Paris. Trotz der Kürze der Zeit war sehr viel Interessantes an Gralshinweisen zu entdecken. Hier seien zwei besonders schöne und eindrückliche Reliefs präsentiert: Gralskelch, Weintrauben .. in der Kathedrale in Chartres

Diese goldfarbene Tafel befindet sich in der Kathedrale von Chartres, in der es ohnehin nur so wimmelt von Gralssymbolik. Das Besondere ist hier dieKombination aus Kelch und Fruchtbarkeitssymbolik. Weintrauben, wie schon erwähnt, die Allegorie für die Christusfamilie und ihre Nachkommen, und üppige Ähren umranken den Kelch. Da Jesus sich auch als das „Brot“ für die Gläubigen bezeichnete, ist der Hinweis recht eindeutig.

Sehr erstaunlich ist die folgende Abbildung. Sie befindet sich an der Kathedrale St. Sulpice in Paris. Man muss schon genau hin schauen, um sie wahrzunehmen.
Sie zeigt eine Mutter mit drei Kindern. Nun ja, nicht so außergewöhnlich.
Oder doch?
Sie hält ein Gefäß in der linken (von Herzen kommenden) Hand, dem eine Flamme entspringt, die aus einer Himmelsöffnung genährt wird. Die Mutter wiederum nährt ganz irdisch eines der Kinder an ihrem Busen. Das im Relief rechts angeordnete Kind hält dem Betrachter zugewandt Rosen in den Händen. Dass diese ein Symbol für Maria Magdalena sind, wurde schon erwähnt. Kaum muss man erwähnen, (weil kristallklar), dass jenes, himmlisch gesegnete Gefäß ein Gralssybol par Excellence darstellt.
Maria Magdalene mit ihren Kindern - Gralstafel

Vor allem, weil es genau an dieser Kirche sich befindet, muss der Inhalt besonders gewertet werden. Sie birgt einige Hinweise auf die Geheimnisse der Christusfamilie und die im Languedoc bzw. im Audetal, Rennes-Le-Château… wie im „Serpent Rouge“ explizit erwähnt wird.

Also haben Maria Magdalena und Jesus drei Kinder gehabt?
Der renommierte Historiker, Laurence Gardner, war jedenfalls auch der Meinung.

In cruze vita

Jesus-Sockel mit Gral? Garten Rennes-le-Château

Der Garten der Magdalenenkirche birgt ebenso einige Hinweise, vor allem, was die Gralssymbolik betrifft. Schaut man auch einmal um die Ecke, beispielsweise bei dem imposanten Jesuskreuz, das inmitten des Gartens den Besucher vielsagend empfängt, kann man am Sockel desKreuzes einen Kelch (Gralskelch?) entdecken. Darüber wölbt sich die Inschrift: „In cruze Vita“, die man mit: „Im Kreuz ist Leben“ wörtlich übersetzen kann. Der Pfarrer hatte offensichtlich Humor und Mut*, denn dass die doppelsinnige Bedeutung purer Zufall wäre, mag man kaum annehmen.in-cruze-vita Rennes le Chateau Garten
Weitere Symbole am Sockel scheinen dies bekräftigen zu wollen. Ranken sich doch Weintrauben am oberen Rand, die für Wissende nun mal die Abstammung bzw. lebendige Weiterführung der königlichen Familienlinie von JESUS symbolisieren, also auch die Nachfahren, die seiner Liebe zu Maria Magdalena entsprangen. Und am unteren Rand mäandert ein Symbol, das man aus alten neolithischen Tempeln kennt, die Doppelspirale, die sich einmal nach links / zurück und einmal nach rechts / vor dreht. Man ist sich zwar nicht einig über ihre Bedeutung, doch ich finde es am plausibelsten, das sie den Wechsel bzw. Kreislauf von Tod und Leben, also auch die Wiedergeburt symbolisiert, wobei die irdischePolarität latent mit eingeschlossen ist. Hier ist sie auch noch aus einer stilisierten Lilie entspringend, die wie schon erwähnt, ebenfalls ein typisches Symbol für die Abstammungslinie des Königshauses David – Salomon – Jesus – … ist.

Der Gralskelch selbst ist bezeichnenderweise gehalten von einer Rosenblüte, die in dieser einfachen Stilisierung Maria Magdalenas Symbol ist. Sie kehrt überall in und um die Kirche wieder.
Jesus-Sockel mit Gral? Garten Rennes-le-Château
Auch in der Inschrift selbst ist sie zu sehen, wo sie zwischen „Vita“ und „in cruze“ zweimal steht. Noch ein Hinweis auf die Lesart: Das Kreuz lebt (weiter)?

*Mut hatte er, weil es zu seiner Zeit ein geradezu ketzerisches Verbrechen wäre, zu behaupten, dass Jesus nach der Kreuzigung noch auf Erden wandelte, geschweige denn, Maria Magdalena seine Gemahlin war und ihre Kinder die familiäre Linie weiter führten.

Mais zu Jesu Zeiten?

ecce agnus dei und Mais?

Ein rätselhaftes Detail gibt an einer der Skulpturen ecce agnus dei und Mais?in der St. Magdalenenkirche zu denken.
Zu Füßen des knieend betenden Jesus und zwischen den beiden Heiligen kann man Maispflanzen entdecken!
Die Frage stellt sich: Was macht der Mais dort? Da unsere Historiker melden, dass Christoph Kolumbus die Maispflanzen von der „Neuen Welt“ aus Übersee mitbrachte und der Anbau erst seitdem bekannt ist, sowohl in Europa als auch weiter östlich. dürfte zu Jesu‘ Lebzeiten diese Pflanze, vor allem mit so üppiger Frucht, nicht bekannt gewesen sein.
Ist das ein Wink mit dem Zaunpfahl respektive Maisstengel, dass die Nachfolger von Jesus nach Amerika reisten?
Christoph Kolumbus selbst soll dem Templerorden sehr nahe gestanden haben oder selbst dazu gehört haben. Dass er nicht der erste Europäer auf dem heute „Amerika“ benannten Kontinent war, ist inzwischen bekannt. Doch dass zu Jesu‘ Lebzeiten schon der aus Mexiko stammende Mais angebaut wurde, ist zu bezweifeln. mais an jesus-statue

Es gibt Gerüchte, dass die Templer, vor allem aus Südfrankreich, die vor den Verfolgungen durch König Philipp IV. (Philipp der Schöne) recht zügig flüchten mussten, ihre Schätze nach England, dann nach Irland und von dort nach Übersee in Sicherheit brachten.

Obwohl Philipp IV., intrigant wie immer, den Schlag gegen den Ritterorden generalstabsmäßig als Überraschungscoup geplant hatte, waren wohl doch Informationen durch gesickert, sodass vor allem die Schätze aus Südfrankreich, die immens gewesen sein sollen, nicht in die gierigen Hände des wenig „Schönen“ fielen.
Bei diesen Schätzen dürfte einiges aus dem Tempel Salomos dabei gewesen sein und manche suchen seitdem in Übersee vehement nach der Bundeslade.

Es könnte jedoch auch ein Hinweis auf Jesus Sohn sein, der nach ihm, ebenfalls Jesus, benannt wurde. Denn auch ihm wurde die am Sockel befindliche Formel Alpha und Omega (in Griechisch) zugeordnet, die bedeutet, das er den Anfang und das Ende umfasst bzw. beinhaltet. Ist vielleicht Jesus Jr. nach Übersee gereist?
Oder soll es bedeuten, dass zu der Zeit, in welcher der Maisanbau bekannt wurde, Jesus‘ Nachfahren lebten?

Geheimnisvolle Ornamente

kirche-symbole-rennes-le-chateau

Interessant, dass das geheimnisvolle Ornament, kirche rennes-le-chateau, ornament, seckseckdas den Sockel der Marienstatue ziert, (siehe auch hier) auch im Inneren der Gralskirche immer wieder in Varianten erscheint:

Mal wirkt es wie eine geometrische DNS-Form, dann wieder – wie beim Sockel – als (schamanisch- magische?) dreifache Acht … jedenfalls sind in diesem Ornament Sechsecke präsent. Zur Zahl 6 habe ich im Buch schon einiges geschrieben. Dazu kommt, dass sie als Hexagon im Sinne „göttliche Schöpferkraft“ nicht nur 2×3 und die Blume bzw. den Samen des Lebens (göttliche Dreiheit) enthält, sondern eine Art vollkommenes Fraktal der Fläche und des Raumes (Bienenwaben) baut. Denn es ist die vollkommene Art, diese ohne Zwischenraum stabil zu füllen (flächenmäßig spricht man auch von Parkettierung).

In meinem Buch gibt es einiges zur Zahlenmystik und interessante Fakten zu bestimmten Zahlen und ihren Entsprechungen sowie Zusammenhängen zum Leben zu lesen, so auch zur 3, 6 und 9 speziell. Nun habe ich ein sehr interessantes Video entdeckt, das gut dazu passt (nur für die, die sich nicht über Wissen sammeln echauffieren) Zur 3 | 6 und 9- tolles Video-(Link)

Die Blüten am Rand des Ornamentenbandes hier haben auch wieder 8 Blätter/Strahlen und führen so die Zahlensymbolik des Eingangs fort.
Natürlich darf die königliche Lilie, Fleur-de-Lys, nicht fehlen, die an diesem Ort sicher auf die Herkunftslinie des Königshauses David hinweist. Allgemein ist sie als französische Lilie bekannt, die für das französische Königshaus an sich steht, doch ursprünglich kommt sie vom Daividischen Königshaus und wurde später von anderen vereinnahmt, die diese Abstammung nicht hatten.

Versteckt in den Ornamenten kann man immer wieder Symbole entdecken. Recht aufschlussreich auch hier:ornamente symbole kirche in rennes-le-chateau
unten sieht man einen zwölfstrahligen Stern, der ein Hinweis auf die 12 Apostel um Jesus sein könnte.
Darüber wieder unverkennbar die königliche Lilie, Fleur-de-Lys, die für Jesus selbst stehen könnte, da er vom Königshaus David abstammt.
Und weiter oben sieht man das Monogramm St. M., Sainte-Marie-Madeleine, das natürlich für die heilige Maria Magdalena steht.
Alle drei Symbole werden wieder von einer DNS-Form ornamentale umschlungen.

In dieser Wandmalerei der Kirche sieht man unten kirche-symbole-rennes-le-chateau(der Bereich befindet sich über der Holztäfelung) das Sacré-Cœur, frz. für heiliges Herz, das hier in einem achtrahligen (venusischen bzw. weiblichen) Stern eingefasst ist, was eher auf Madeleines Herz hindeutet. Aus diesem Herz fließen in blutroter Farbe Adern in stilisierte Blätter, die wie Eichenblätter wirken. Man kann vermuten, dass diese Kombination auf eine Art Stammbaum hinweist. Zumal es sich um paarige Blattanordnungen handelt, die jeweils von einer Fleur-de-Lys gekrönt sind.

Darüber befindet sich im nächsten Ornamentzentrum ein Templerkreuz. Diesmal ist die ornamentale Umschlingung eher zackiger, marsisch, also kämpferisch. Die Templer hatten ja auch einiges zu verteidigen (im besten Fall).

Sakrales Boot des Bérenger Saunière

Im Museum von Rennes-le-Château liegen einige persönliche Gegenstände des Abbés Bérenger Saunière und auch solche, die er für seine Messen und sonstige sakrale Zwecke nutzte.
Besonders fiel mir dort die Abbildung eines Bootes auf (rechts im Foto), die der Barke der Isis (siehe auch hier Baris …) recht ähnlich sieht. Natürlich könnte sie ebenso die Schiffsüberfahrt der Maria Magdalena symbolisieren, der schließlich die Kirche gewidmet ist.
boot der magdalena und isis
So oder so sind vermutlich beide involviert, denn Isis gilt als die Schutzherrin aller Schiffer, Fischer, also derer, die auf dem Wasser unterwegs sind. Maria Magdalenas Bott hat sie jedenfalls gut beschützt, es musste sicherlich viele Gefahren überstehen. Eine Legende besagt, dass sie mit ihren Gefährt/inn/en in einem kleinen Boot ohne jedes Segel oder Navigationsinstrument ausgesetzt wurde respektive flüchten musste und es ist ein Wunder, dass sie es bis Marseille geschafft haben.

Granatapfel

Der Granatapfel kommt (im Buch) u. a. im Persephone- / Kore-Mythos vor, ist aber auch generell ein uraltes Symbol für Fruchtbarkeit, denn seine vielen Kerne sind gleichzeitig Nahrung, Genuss und Same für neue Pflanzen. Im asiatischen Raum steht er heute noch auch für die Liebe an sich.

Doch im Hochkulturgürtel vor der christlichen Zeitrechnung gibt es interessante Bezüge zum Kult des Adonis, zu den Adonysien, wie ein Fest genannt wurde, das an das Trauerfest um die brillanten Sonne erinnert, da es als ein solches geschildert wird. Der erste und oberste Gott, der dort als „Sonnengleichnis“ betrauert wird, wurde im alten Syrien Hadad Rimmon genannt, ein Wort, das etymologisch von Granatapfel stammt bzw. ist Granatapfel ein Appellativ (Gattungsbezeichnung) dafür.

Aus dem Blut eines entmannten Göttlichen – (im Buch ist diesbezüglich der Mythos von Uranus und Saturn dazu erwähnt, wobei das „Entmannen“ richtig gestellt wird) – entstehen nicht nur die Erynnien, sondern auch Granatapfelbäume, wie weitere, wieder sehr ähnliche Mythen berichten.

Dann gibt es die Tochter des Flussgottes Sangarius, Nana, die einen Granatapfel in ihren Schoß legte und dadurch Attys, die phrygische Variante des Adonis, empfing. (Quelle)

Dass Persephone / Kore aufgrund der genossenen Granatapfelkerne jeweils anteilig ihre Zeit in der Unterwelt und in himmlischen Gefilden verbringen musste, wird im Buch schon geschildert. Besagte Quelle zieht eine Linie zu jenem Adonis, indem sie meint, das er demjenigen entspricht, mit dem sie in der Unterwelt das „Vergnügen“ hat. Der Granatapfel soll also dem Adonis der Unterwelt entsprechen.

Eine weitere Parallele gibt es zur assyrischen göttlichen Juno und ihren Gatten Adon, der dem Hadad (Rimmon) und dem Sonnengleichnis entsprach. Hier ist es Adon, der seine Zeit sowohl mit Juno, als auch mit Plutith teilt, wobei letztere der Unterwelt angehören soll. Sie ist eine der Töchter Lots, außerdem Gemahlin Plutos und gilt als die Herrscherin der Schatten.