Geheimnisvolle steinerne Köpfe in mysteriösen Orten

Wie gesagt, stieß ich bei den Recherchen zu den alchemistischen Symbolen und Zusammenhängen, zu den Signaturen bzw. Portalen – besonders in Verbindung mit Mond, Isis, Wasser, Kelch, Gral, Maria Magdalena …, zufällig immer wieder auf seltsame Zusammenhänge, so auch diesmal.

Bereits vor der Reise ins Tal der Aude, nach Rennes-le Château, Rennes-les-Bains und Umgebung hatte ich auf einer Webseite etwas zu einem seltsamen steinernen Kopf gelesen, den der Abbé Boudet, Ende 1884 von seinem ursprünglichen vor dem Zugriff seines Kollegen durch Abhacken „gerettet“ hatte, wie er wohl angab. (Es ist ja bekannt, dass die Kirchenmänner alles „Pagane“ vernichten wollten, daher kann dies sich durchaus so zugetragen haben. Der Abbé Boudet war allerdings zu gelehrt, um die Zerstörung eines solchen alten keltischen Artefaktes zuzulassen.) Immerhin hat er ihn dann an die Wand des Pfarrhauses(!) anbringen lassen. Der Artikel beinhaltete auch ein Foto, dass leider heute nicht mehr gemacht werden kann, da offensichtlich der Kopf mitsamt dem Museum aus dem Ort auf mysteriöse Weise verschwunden ist – offizieller Grund soll eine Flut der angeschwollenen Sals gewesen sein. (Hier der Link zum Artikel)

Als ich zum Thema Kelten recherchierte, stieß ich auf folgendes Bild:

Von Johann Jaritz – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link
Dieses Artefakt wurde in einer Kirche in einem Ort namens Magdalensberg gefunden! Die Kirche hat außerdem zwei Namen: Helenkirche und Magdalenenkirche, ist also Helena und Maria Magdalena gewidmet.

Auch die Kirche in Rennes-le-Château ist bekanntlich Maria Magdalena gewidmet und im Ort, wenn man vom Eingang in Richtung geht, sieht man an einer Hauswand rechter Hand folgendes keltisch anmutende Relief: Dreierkopf Relief Rennes-le-Château

Aus der Zeit der Inquisition, insbesondere aus den Templerakten in Südfrankreich ist bekannt, dass die Templer unter Folter von einem äußerst mysteriösen, heiligen Artefakt gesprochen haben sollen, das sie „Baphomet“ nannten und das geheimnisvolle Kräfte und Antworten bei bestimmten Ritualen liefern sollte. Auch dies sollte dreiköpfig sein, mal bärtig, mal männlich und weiblich … Auch bei den Freimaurern soll es eine gewisse Rolle spielen …
Selbstverständlich wurde das seitens der Verhörenden schnell als satanischer Kult verifiziert, was sich offensichtlich bis heute gehalten hat.

Auch der steinerne Kopf in Rennes-les-Bains soll eine keltische Gottheit mit dem Gänsehaut verursachenden Namen Daemona veranschaulicht haben und der ursprüngliche Stammplatz an einem uralten Quellheiligtum soll im Volksmund Hexenplatz oder ähnlich genannt worden sein, was  auch in diese Richtung geht.

 

Das untere Bild zeigt einen „Baphomet“, einen dreigesichtigen Kopf in der Templerburg Tomar, Portugal:

Baphomet.Tomar.jpg
Von photo by de:Benutzer:Webmaster@sgovd.orgde:Bild:Baphomet.jpg, Gemeinfrei, [Public domain] bzw. CC-PD-MarkLink

Interessant in diesem Zusammenhang ist die ebenfalls seit Urzeiten dreiköpfige Darstellung der Hekate, die auch im Buch im Merkurportal, speziell im Kapitel Geister und Wunder ihre magischen Kräfte entfaltet. Auch die Ähnlichkeit mit der Freiheitsstatue in New York dürfte nicht ganz zufällig sein.
Das dreifache Haupt stellte ursprünglich u. a. die drei Entfaltungen der Frau dar; Mädchen / Jungfrau, Mutter und alte Weise, wobei die Große Muttergöttin meist sowieso zugeordnet wurde. Später stand sie noch immer für die Übergänge, jedoch dann auch für die in Häuser und Tempel, also Schwellen und Türen und ebenso für jene in die Anderswelt oder Unterwelt. Auch als Magierin und bis zur Hexe ist sie bekannt, was sicher auf die leider später übliche Verunglimpfung des Weiblichen generell und insbesondere von heiligen weiblichen Emanationen seitens der Kirche betrieben wurde.

Hecate Chiaramonti Inv1922.jpg
Von UnbekanntJastrow (2006), GemeinfreiPublic Domain, Link