Unheimliche Energien in Arques (Okzitanien)

Bei einem Blick auf die Landkarte Okzitaniens entdeckte ich unweit von Rennes-le-Château den Ort Arques.

Arques?

Der Name löste sogleich Assoziationen aus, zumal ich mich in meinem Buch mit den interessanten etymologischen Ähnlichkeiten von Arcadien bzw. arca | dia (“et in arcadia ego” in Poussins Gemälde), der Arche Noahs bis hin zur Bundeslade, der Kastenwiege des Moses (in der er ausgesetzt und gefunden wurde), dem mythologischen Arkas usw. beschäftigt hatte.
Also beschloss ich, diesem Ort einen Besuch abzustatten.
In Prospekten wird als Sehenswürdigkeit eigentlich nur die Burg dort erwähnt.
Dieses hoch aufragende mittelalterliche Bauwerk empfängt den von Rennes-le-Château bzw. Rennes-les-Bains kommenden Besucher gleich vor dem Ort. Die Burg an sich besteht eigentlich nur aus einem quadratischen hohen Turm, dessen Ecken von runden Türmen mit kleinerem Radius eingefasst sind. Umfriedet ist diese mit einem nicht umlaufenden Mauerwerk, in das sich eingangs rechts und links zwei kleinere Häuser fügen. Die drei Gebäude kann man besichtigen, was allerdings nicht sehr ergiebig ist, denn dem Betrachter steht gähnende Leere gegenüber. Die durchaus interessante Architektur wirkte auch sonst etwas trutzig und kalt, was sich beim Besichtigen und Besteigen des Turms weiter verstärkte.
Im Gegensatz zur wunderschönen Umgebung, auf die man vom Turm aus einen schönen Ausblick genießt, und deren eher lieblichen Anmutung und Energie wie z. B. auch die von Rennes-le-Château, braut sich hier irgendetwas Ungutes zusammen, hatte ich das Gefühl.
Als ich dann im Flyer, den wir am Empfang bekommen hatten, las, dass der ehemalige Burgherr (aus der Familie Voisin) durch Brutalität und vor allem Verbrennung einer einheimischen Frau als Hexe bekannt war, ahnte ich warum.
Wir wollten nach der Besichtigung der Burg gleich wieder diesen Ort verlassen, ohne das Dorf an sich zu besichtigen.

Noch seltsamer war dann, dass unser Navigationsgerät, das bis dahin zuverlässig funktioniert hatte, plötzlich keinen Ton und keinen Pixel mehr von sich geben wollte. Den Akku hatten wir vorher überprüft, an diesem lag es nicht.

Wir haben den Weg zwar auch ohne Navi gefunden, doch ich war dermaßen k. o. – (ähnlich wie das Navi?), dass ich mich in unserer Unterkunft dann erst einmal ausruhen musste.
Meine radiästhetische Testung ergab jedoch, dass das nicht von “negativen” Energien herrührte. Seltsam.
Ließ dann eigentlich nur den Schluss zu: Wenn das Navi sich weigert, sollten wir den Weg wohl nicht fahren, den wir uns vorgenommen hatten. Sollten wir also in die andere Richtung, in den Ort hinein fahren?
Offensichtlich birgt dieser Ort noch Geheimnisvolles und das nächste Mal werden die Burg links liegen lassen und den Ort selbst besuchen.

PS: Allerdings ist anscheinend von dem Landstrich um Rennes-le-Château bekannt, wie wir später lasen, dass dort gern mal technische Geräte verrückt spielen.

Seltener Siebenstern auf Templerkreuz

siebenstern-templerkreuz Rennes les Bains

Da man sowohl in der Architektur, Ornamentik oder Kunst relativ selten auf einen Siebenstern trifft, ist es besonders interessant, Siebenstern Templerkreuz Rennes les Bainseinen solchen, noch dazu an einem mystischen Ort und auf einem Templerkreuz, zu finden!
Diesen hier kann man auf dem Friedhof von Rennes-les-Bains bewundern.
Wer jetzt noch meint, es wäre nicht sicher, dass Templer bzw. keltische Nachfahren mit alchemistischem Background hier wohnten, schaue sich dies in Ruhe an und denke nach

; )
Zu denken gibt außerdem, dass sich kein Name auf dem Gedenkstein finden ließ, nicht mal ein stark verwitterter. Also für wen wurde dieses Kunstwerk aufgestellt?

Die geradezu kunstvolle Patina, wie sie nur die Natur über viele Jahrzehnte schafft, lässt vermuten, dass das Kreuz schon eine ganz Weile dort stehen muss. Stand es schon zu Boudets Zeiten? Hat er es gar aufstellen lassen?

Zum alchemistischen Siebenstern siehe auch hier.

Das Lamm und der Halbmond oder fulminante Allegorie fürs Sonnenportal

lamm_halbmond-nachbildung

Da ich während der Arbeit am Manuskript u. a. auf die heilige Polyxenia aufmerksam gemacht wurde, wollte ich natürlich mehr dazu wissen.
Meine Recherchen ergaben, dass sie zu ihrer Zeit die einflussreichste Frau im Königreich Böhmen und weit darüber hinaus war (Böhmen hatte damals großen Einfluss in Europa). Sie zeichnete sich durch einzigartige Courage, nicht nur während des “Prager Fenstersturzes” aus, während dessen sie sich, einige in Nachbarräumen versteckte Freunde schützend, den hereinstürmenden Angreifern entgegen stellte und ihnen somit das Leben rettete.
Ihr Engagement für weniger Bemittelte, für Bildung und spirituelle Entwicklung war in diesen Zeiten alles andere als selbstverständlich, vor allem für eine Frau.
Das wertvollste Artefakt Prags gelangte durch ihre Schenkung an die Unbeschuhten Karmeliter für die Maria-Victoria-Kirche und schuf im Laufe der Zeit einen Wallfahrtsort, zu dem noch immer viele Menschen kommen. Dazu mehr in einem anderen Artikel.

Polyxenia von Pernstejn hatte nach dem Tod ihres ersten Mannes den böhmischen Kanzler, Zdenek Vojtec Lobkovic geheiratet, in dem sie glücklicherweise eine offenbar gleichgesinnte Seele gefunden hatte. Dort fand auch genannte Geschichte statt. Man kann in Prag den Palast Lobkovic auf dem Hradschin besuchen, der viele schöne Kunstobjekte beherbergt. Ein Audioführer vermittelt dazu interessante, historische Informationen und Anekdoten.
Unter diesen wertvollen Unikaten fiel mir besonders eine Monstranz auf (nachgebildete Grafik): lamm_halbmond-nachbildung Ein goldenes Lamm trägt auf seinem Rücken einen schalenförmigen Halbmond- eigentlich mehr ein Viertelmond. Die relativ kleine Skulptur in der Mitte der Monstranz wird von einer dazu vergleichsweise geradezu gigantisch wirkenden barocken Monstranz umrahmt.

Bemerkenswert finde ich nicht nur die Größenverhältnisse, wodurch die Kostbarkeit und Symbolik der inneren Skulptur betont wird, sondern die Symbolik selbst- vor allem die Kombination.
Als ich es nun nach einiger Zeit  wieder sah, fiel mir auf, wie sehr diese allegorische Darstellung inhaltlich zum Finale meines Buches (die erstaunliche Entwicklung im Sonnenportal  …) passt.

Auf den Spuren des Grals

Gralskelch, Weintrauben .. in der Kathedrale in Chartres

Unsere Reise verlief entlang der Mondlinie (siehe Templer-Siebenstern in Frankreich) über Chartres nach Paris. Trotz der Kürze der Zeit war sehr viel Interessantes an Gralshinweisen zu entdecken. Hier seien zwei besonders schöne und eindrückliche Reliefs präsentiert: Gralskelch, Weintrauben .. in der Kathedrale in Chartres

Diese goldfarbene Tafel befindet sich in der Kathedrale von Chartres, in der es ohnehin nur so wimmelt von Gralssymbolik. Das Besondere ist hier dieKombination aus Kelch und Fruchtbarkeitssymbolik. Weintrauben, wie schon erwähnt, die Allegorie für die Christusfamilie und ihre Nachkommen, und üppige Ähren umranken den Kelch. Da Jesus sich auch als das “Brot” für die Gläubigen bezeichnete, ist der Hinweis recht eindeutig.

Sehr erstaunlich ist die folgende Abbildung. Sie befindet sich an der Kathedrale St. Sulpice in Paris. Man muss schon genau hin schauen, um sie wahrzunehmen.
Sie zeigt eine Mutter mit drei Kindern. Nun ja, nicht so außergewöhnlich.
Oder doch?
Sie hält ein Gefäß in der linken (von Herzen kommenden) Hand, dem eine Flamme entspringt, die aus einer Himmelsöffnung genährt wird. Die Mutter wiederum nährt ganz irdisch eines der Kinder an ihrem Busen. Das im Relief rechts angeordnete Kind hält dem Betrachter zugewandt Rosen in den Händen. Dass diese ein Symbol für Maria Magdalena sind, wurde schon erwähnt. Kaum muss man erwähnen, (weil kristallklar), dass jenes, himmlisch gesegnete Gefäß ein Gralssybol par Excellence darstellt.
Maria Magdalene mit ihren Kindern - Gralstafel

Vor allem, weil es genau an dieser Kirche sich befindet, muss der Inhalt besonders gewertet werden. Sie birgt einige Hinweise auf die Geheimnisse der Christusfamilie und die im Languedoc bzw. im Audetal, Rennes-Le-Château… wie im “Serpent Rouge” explizit erwähnt wird.

Also haben Maria Magdalena und Jesus drei Kinder gehabt?
Der renommierte Historiker, Laurence Gardner, war jedenfalls auch der Meinung.

Geheimnisvolle Ornamente

kirche-symbole-rennes-le-chateau

Interessant, dass das geheimnisvolle Ornament, kirche rennes-le-chateau, ornament, seckseckdas den Sockel der Marienstatue ziert, (siehe auch hier) auch im Inneren der Gralskirche immer wieder in Varianten erscheint:

Mal wirkt es wie eine geometrische DNS-Form, dann wieder – wie beim Sockel – als (schamanisch- magische?) dreifache Acht … jedenfalls sind in diesem Ornament Sechsecke präsent. Zur Zahl 6 habe ich im Buch schon einiges geschrieben. Dazu kommt, dass sie als Hexagon im Sinne “göttliche Schöpferkraft” nicht nur 2×3 und die Blume bzw. den Samen des Lebens (göttliche Dreiheit) enthält, sondern eine Art vollkommenes Fraktal der Fläche und des Raumes (Bienenwaben) baut. Denn es ist die vollkommene Art, diese ohne Zwischenraum stabil zu füllen (flächenmäßig spricht man auch von Parkettierung).

In meinem Buch gibt es einiges zur Zahlenmystik und interessante Fakten zu bestimmten Zahlen und ihren Entsprechungen sowie Zusammenhängen zum Leben zu lesen, so auch zur 3, 6 und 9 speziell. Nun habe ich ein sehr interessantes Video entdeckt, das gut dazu passt (nur für die, die sich nicht über Wissen sammeln echauffieren) Zur 3 | 6 und 9- tolles Video-(Link)

Die Blüten am Rand des Ornamentenbandes hier haben auch wieder 8 Blätter/Strahlen und führen so die Zahlensymbolik des Eingangs fort.
Natürlich darf die königliche Lilie, Fleur-de-Lys, nicht fehlen, die an diesem Ort sicher auf die Herkunftslinie des Königshauses David hinweist. Allgemein ist sie als französische Lilie bekannt, die für das französische Königshaus an sich steht, doch ursprünglich kommt sie vom Daividischen Königshaus und wurde später von anderen vereinnahmt, die diese Abstammung nicht hatten.

Versteckt in den Ornamenten kann man immer wieder Symbole entdecken. Recht aufschlussreich auch hier:ornamente symbole kirche in rennes-le-chateau
unten sieht man einen zwölfstrahligen Stern, der ein Hinweis auf die 12 Apostel um Jesus sein könnte.
Darüber wieder unverkennbar die königliche Lilie, Fleur-de-Lys, die für Jesus selbst stehen könnte, da er vom Königshaus David abstammt.
Und weiter oben sieht man das Monogramm St. M., Sainte-Marie-Madeleine, das natürlich für die heilige Maria Magdalena steht.
Alle drei Symbole werden wieder von einer DNS-Form ornamentale umschlungen.

In dieser Wandmalerei der Kirche sieht man unten kirche-symbole-rennes-le-chateau(der Bereich befindet sich über der Holztäfelung) das Sacré-Cœur, frz. für heiliges Herz, das hier in einem achtrahligen (venusischen bzw. weiblichen) Stern eingefasst ist, was eher auf Madeleines Herz hindeutet. Aus diesem Herz fließen in blutroter Farbe Adern in stilisierte Blätter, die wie Eichenblätter wirken. Man kann vermuten, dass diese Kombination auf eine Art Stammbaum hinweist. Zumal es sich um paarige Blattanordnungen handelt, die jeweils von einer Fleur-de-Lys gekrönt sind.

Darüber befindet sich im nächsten Ornamentzentrum ein Templerkreuz. Diesmal ist die ornamentale Umschlingung eher zackiger, marsisch, also kämpferisch. Die Templer hatten ja auch einiges zu verteidigen (im besten Fall).

Ein wirkliches Sakrileg!

Mit Gänsehaut im Hirn betraten wir,  jedenfalls ich, am ersten Tag in Rennes-le-Château die berühmte Kirche der Maria Magdalena.

Inspirierender Eingang in die Gralskirche

Gralskirche in Rennes-le-Chateau

Wie die gelben Vordachverzierungen am Eingang andeuten, ist die Renovierung der Gralskirche recht farbenfroh ausgefallen. Ist die manchmal  orientalisch, indisch wirkende Anmutung ein Zufall?

Interessant ist dazu noch, dass es auf jeder Seite der Schenkel des Dreiecks genau 8 achteckige Sterne Sterne sind. Ist doch der 8strahlige Stern Attribut der Venus/ Isis …, die 8 eine heilige Zahl speziell des Orients, der Manifestation von Göttlichem auf Erden …, weshalb einige sakrale Bauten 8eckig sind, was sich in Europa noch bei manchem Taufbecken findet. (Auch der größte Tempel Europas ist achteckig, darüber später  in einem anderen Beitrag mehr.)

gralskirche-eingang-Rennes-le-Chateau

Auch die gelben Schindeln sind 8 und halten sozusagen das Sacré-Cœur (frz. heiliges Herz, wird sowohl für Jesus’, als auch Marias’ Herz verwendet).

In alten Schriften finden sich 8 Stufen bis zum Thron Gottes, dessen Raum die 9. ist. Hat sich der Priester, Bérenger Saunière, davon inspirieren lassen?

Über die Inschriften ist ja schon oft geschrieben worden. Die zuerst ins Auge fallende: “DOMUS MEA DOMUS | TERRIBILIS EST | ORATIONIS VOCABITUR”  ist eine Kombination aus zwei Zitaten der biblischen Schriften: “et dicit eis scriptum est domus mea domus orationis vocabitur vos autem fecistis eam speluncam latronum” stammt aus dem Evangelium nach Matthäus (Kap. 21, Vers 13) und bedeutet so viel wie: “Mein Haus soll ein Bethaus sein, ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht.” Der letztere Teil deutet schon an, was der Priester vermutlich mit dem mittleren Teil seines steinernen Zitats “TERRIBILIS EST (LOCUS ISTE)”sagen wollte. Den Teil, “LOCUS ISTE”, sieht man auf den ersten Blick allerdings nicht – (so auch auf dem unten stehenden Foto) . Denn die Übersetzung bedeutet: Dieser Ort ist voller Schrecken. Oder: Dieser Ort ist erschütternd. Was meiner Meinung mehr zutrifft.

Aber das, was uns dann beim Eintreten überraschte, hatte der Priester sicher nicht im Sinn, wenn auch angedeutet.

asmodeus-gekoepft

Welche Halunken haben die Statue des Asmodeus geköpft? Zwar ist die Figur nicht unumstritten, aber sie ist ein Kunstwerk, bei dem sich der Pfarrer ganz sicher etwas gedacht hat, im besten Fall die Bewachung der Geheimnisse und Schätze …

Doch das ist bei Weitem nicht das Schlimmste. Denn sie haben vor der Figur der heiligen Madeleine nicht einmal Halt gemacht. Auch das Relief am Altar der Gralskirche wurde beschädigt, was wirklich ein Sakrileg ist!

Da es ziemlich dunkel in der Kirche ist, fällt es am Anfang gar nicht auf. Erst als ich den Altar fotografierte, bemerkte ich den Frevel. Man kann es kaum glauben …

Dem Andenken an Maria Magdalena kann dies jedoch keinen Abbruch tun! Denn dies ist nicht aus Stein …

 

Reise nach Rennes-le-Château

Natürlich mussten wir/ ich  irgendwann, irgendwie nach Rennes-le-Château. War doch der legendäre Ort so oft in meinen Recherchen aufgetaucht und schien mit der Prophezeiung (die mit meinem Buch so seltsam korrespondierte) sowieso in engem Zusammenhang zu stehen. Schließlich steht inzwischen fest, dass Jesus’ Gemahlin, Maria Magdalena, sich dort und in der Umgebung eine lange Zeit aufgehalten haben muss und die Gegend auch mit den Kindern und weiteren Nachfahren sowie Verwandten der beiden in Zusammenhang steht. Es hat garantiert einen tieferen Grund, dass der Priester der dortigen Kirche diese explizit der Madeleine, wie sie dort genannt wird, gewidmet und sehr aufwändig sowie geradezu liebevoll restaurieren lassen hat. Zu Recht wird sie heute als Gralskirche bezeichnet.

Anreise durch Hölle und Himmel

Da es in Rennes-le-Château keinerlei Nahverkehrsmittel gibt (kein Witz!), was mir auch erst nach Zimmerbuchung, aber glücklicherweise vor Anreise auffiel, mussten wir notgedrungen ein Auto mieten, logischerweise vom Flughafen in Toulouse aus. Laut Suchmaschine betrüge die Fahrt etwa eine Stunde.

Nun ja, bereits die Ausfahrt aus dem Flughafen gestaltete sich verwirrend ob der seltsamen Art des trotzig schweigenden Navis, einen mit rot aufleuchtenden Pfeilen zu erschrecken, die sich dann nach der hektisch genommenen Kurve als für die übernächste Kreuzung gemeint herausstellten …

Meinen vorsorglich erstellten Ausdruck der Route konnte ich selbstverständlich nach der ersten Viertelstunde direkt  entsorgen. 

Nicht nur die verwinkelten Straßen, seltsam aufgestellte und noch seltsamer weg gelassene Verkehrszeichen, aber vor allem ein unglaublich dichter, riesiger Stau ließen uns nach einer dreiviertel Stunde verzweifelten Herumkurvens immer mehr daran zweifeln, dieser massiv abgasenden Verkehrshölle jemals entkommen zu können. Zumal es auf dem Stadtring, der anscheinend der einzige Ausweg nach draußen war, weder voran noch umwegs, jedoch keinesfalls ruhig, ging.

Dazu meinte das Navi es immer wieder besser zu wissen, als sämtliche Wegweiser, sodass man an jeder Kreuzung neu rätseln musste, wem man nun vertrauen könne, beides schien inzwischen äußerst vage und riskant. Trotzdem man schon Blut und Wasser schwitzend, auch aus Sorge um das teure geborgte Fahrzeug, sehr vorsichtig fuhr, konnte man regelrecht verkehrswidrige Richtungsänderungen einfach nicht vermeiden, wollte man nicht zum Ausgangsort zurück kehren (damit meine ich eher den des Flugstartes).

Nach einer nervenaufreibenden Ewigkeit schaffte es unser Auto doch irgendwie in die richtige Richtung zu flüchten – schließlich war der ja Franzose.

Da es ganz langsam dämmerte, wir nun die letzten Straßen von Toulouse durchfuhren, schwante mir, dass wir nicht nur sehr viel später als angekündigt in unserem Quartier ankommen würden, sondern angesichts der kleinen Lädchen, die sich am Straßenrand zu verkrümeln schienen, wir auch kaum noch eine Chance bekommen würden, etwas Essbares auftreiben zu können.

Also noch eine halb verkehrswidrige Parkaktion in der Nähe eines solchen (natürlich nicht mit Parkmöglichkeiten versehenen) Krümels, was sich tatsächlich als rettend heraus stellte. Denn es kam wie vermutet.  Bis Rennes-le-Château kam kaum noch eine Möglichkeit, etwas einzukaufen, zum Essen gehen hatten wir keine Zeit, da wir nicht um Mitternacht erst unsere Vermieter (wir hatten privat gebucht) mit unserer Ankunft beglücken wollten. Und in dem verschlafenen, winzigen Bergnest hatte tatsächlich kein einziges Restaurant oder Imbisslädchen göffnet, als wir endlich gegen 22.00 Uhr ankamen.

Allerdings wurden wir unterwegs mehr als entschädigt.

Kaum waren wir Toulouse entronnen und fuhren vorsichtig aufatmend die wundervollen, baumbestandenen ländlichen Alleen Okzitaniens entlang, erschien am Himmel, exakt über unserer Straße, ein Regenbogen!

Was für ein wunderschöner Wegweiser!

regenbogen languedoc regenbogen richtung Rennes-le-Château

Sterne, herrliche Luft zum Aufatmen …

Nach einigen Stücken knusprigen Baguettes, wie bekommen die Franzosen das nur so köstlich hin, Tomaten, die tatsächlich nach Tomate schmeckten und ebenso leckeren Oliven, spazierten wir durchs nächtliche Rennes-le-Château.  Fuchs und Hase hatten sich schon gut Nacht gesagt, doch eine süße junge Siamkatze hatte sich offensichtlich entschlossen, uns zu begrüßen und unsere erste Stadtführerin zu sein. Auch das war ein wunderschönes und ausgesprochen nettes Zeichen von einem der Lieblinge der Isis. Leider haben wir sie nicht noch einmal gesehen, auch kein Foto gemacht, es war ohnehin dunkel. Doch da uns ihre Brüder und Schwestern ständig über den Weg liefen bzw. diesen auch mal gleich in Beschlag nahmen, hier andere Fotos der werten Verwandtschaft.

katze okzitanien

schwarze katze

Unglaubliche Zufälle: Delacroix’ Gemälde in der Engelskapelle und die Prophezeiung

Als ich zu den Geheimnissen um RENNES-LE-CHÂTEAU recherchierte, gelangte ich zu einer mysteriösen Schrift namens “Serpent Rouge”, zu der noch ein extra Artikel kommt …
Kurz, es handelt sich um ein Poem mit 13 Abscnitten, die jeweils mit kryptischer Symbolik zu 13 Sternzeichen bestimmte Hinweise zu den Geheimnissen in und um den legendären Ort geben – so man sie entschlüsseln könnte.
Jedenfalls ist einer der Hinweise auf die Gemälde des genialen Malers Eugene Delacroix in der Engelskapelle ausgerechnet im Kapitel der Jungfrau zu finden.
Diese Engelskapelle befindet in St. Sulpice in Paris, übrigens die zweitgrößte Kirche in dieser Stadt; und auch zu diesem Bauwerk und seinem Gründer muss ein extra Beitrag noch erstellt werden, denn es gibt einiges Interessantes.

Wenn man den monumental und majestätisch wirkenden Bau der Kirche betritt, findet man gleich rechter Hand die Engelskapelle. Als ich die Tafel zum ersten Gemälde sah, musste ich mich erst einmal setzen. Herzklopfen. Obwohl sich mein Französisch leider auf homöopathische Dosen beschränkt, konnte ich doch deutlich die Worte “12 de l’ Apocalypse” lesen! Wieder schloss sich auf eine unerfindliche, geheimnisvolle Art ein Kreis von meinem Manuskript (Buch) zur Offenbarung 12 und zu den Rätseln um Rennes-le-Château. Der Überraschungsmoment war umso größer, da im Serepent Rouge die Offenbarung Joh. 12  /  Apocalypse nicht erwähnt wird.delacroix engelskapelle joh. Offb. 12

Das wunderschöne Gemälde “(Erzengel) Michael kämpft mit dem Drachen”, das hoch über den Häuptern der Besucher an der Decke prangt, bezieht sich natürlich ebenso auf diese Prophezeiung Johannes, auch Apocalypse genannt, an sich.Gemälde von Delacroix in der Engelskapelle zur Joh. Offb. 12

Und nun folgt noch so ein Mysterium: Gemälde von DelacroixIn dem rechts angeordneten Gemälde von Eugene Delacroix “Heliodore flüchtet aus dem Tempel”, wenn man es sich genauer ansieht, kann man etwas entdecken, das in dem Beitrag zu geheimnisvollen schamanischen respektive paganen Symbolen beschrieben wird: Die dreifache Acht oder dreifach geschlungene Schlange (frz. Serpent)! (Man rätselt noch heute, ob sich die rote Schlange auf die Seine im Schimmer der Pariser Abendsonne bezieht oder auf die Sals im Salstal oder vielleicht auf etwas ganz anderes.)
Außerdem ist das Gemälde natürlich bewusst ein Hinweis auf den Salomonischen Tempelschatz, denn es stellt eben diesen legendären Tempel des Salomo dar. Nur hier ist besagter Heliodores der Räuber. Später brachten die Tempelritter einige Artefakte aus dem Tempelschatz des Königs Salomo “in Sicherheit” nach Frankreich, und zwar höchstwahrscheinlich zunächst in die Gegend des Audetals / Salstales um Rennes-le-Château bis Carcassone. Die Katharer, auch Albigenser, bei Carcassone bewachten diese Schätze tatsächlich, ohne sie zu nutznießen, denn sie hatten sehr hohe ethische und spirituelle Grundsätze und lebten asketisch in Demut vor der Schöpfung. Das war einer der Gründe, warum man sie mit unfassbarer Gewalt im so genannten “Albigenser-Kreuzzug” vernichtete.

Auch der Priester Bérenger Saunière  in Rennes-le-Château wusste von diesen und anderen Artefakten und verewigte einige Hinweise in der Magdalenenkirche und deren Umgebung, die er genau nach seinen Vorstellungen restaurieren ließ. Sicher floss in die immensen Kosten einiges der Schätze ein, doch der Pfarrer verwendete sie neben der Magdalenenverehrung auch, um Gemeindemitgliedern zu helfen – wozu er sich natürlich auch zählte. Offensichtlich kannte er die Gemälde Delacroix’, er reiste ja auch einige Male nach Paris.

Vielleicht ist es auch kein Zufall, dass über und neben dem mystischen Symbol, das im Tempel respektive Gemälde irgendwie nicht ganz zur restlichen Wandgestaltung passt, der strafende Engel (?-wer kann sonst schadlos so halsbrecherischen Boden fliegen) herab fährt auf den Räuber, der mit einem Huf des herbei gesprengten Rosses fixiert wird- die Stelle ist ebenfalls bemerkenswert, die Hufe des Rosses werden explizit im Serpent Rouge erwähnt. Auch die noch etwas höher sich windende Schlange neben dem Fuß des Engels scheint etwas Besonderes erzählen zu wollen, sie wirkt ebenso “angebaut”.
Hier nochmal eine Detailansicht: delacroix engelskapelle Heliodore-Salomontempel detail

Der westgotische bzw. merowingische Pfeiler in Rennes-le-Château trägt die Maria Magdalena-Figur, die der Madonnenfigur aus Bourges nachempfunden wurde.

Sakrales Boot des Bérenger Saunière

Im Museum von Rennes-le-Château liegen einige persönliche Gegenstände des Abbés Bérenger Saunière und auch solche, die er für seine Messen und sonstige sakrale Zwecke nutzte.
Besonders fiel mir dort die Abbildung eines Bootes auf (rechts im Foto), die der Barke der Isis (siehe auch hier Baris …) recht ähnlich sieht. Natürlich könnte sie ebenso die Schiffsüberfahrt der Maria Magdalena symbolisieren, der schließlich die Kirche gewidmet ist.
boot der magdalena und isis
So oder so sind vermutlich beide involviert, denn Isis gilt als die Schutzherrin aller Schiffer, Fischer, also derer, die auf dem Wasser unterwegs sind. Maria Magdalenas Bott hat sie jedenfalls gut beschützt, es musste sicherlich viele Gefahren überstehen. Eine Legende besagt, dass sie mit ihren Gefährt/inn/en in einem kleinen Boot ohne jedes Segel oder Navigationsinstrument ausgesetzt wurde respektive flüchten musste und es ist ein Wunder, dass sie es bis Marseille geschafft haben.